Ökumenischer Gottesdienst in Obertshausen

Paare werden zum Valentinstag in St. Josef gesegnet

Diakon Andreas Quandt von der Hausener Pfarrgemeinde und die evangelische Gemeindepfarrerin Kornelia Kachunga schlüpften beim Gottesdienst zum Valentinstag in die Rolle von Köchen. Foto: Prochnow

Obertshausen (m) – „Du bist das Salz in meiner Suppe, der Zucker zum Kaffee, das Unkraut im Garten, das Schloss an der Haustür, der Schornstein auf dem Dach“, kurzum, „alles was ich brauch’“. Es war die Sängerin Hildegard Knef, die gesammelte Liebeserklärungen in eine anregende Bildsprache verpackt hat. Der Titel erklang im ökumenischen Gottesdienst im Nachgang zum Valentinstag in St. Josef.

Auch Jesus benutzte gerne Metaphern, belegte Diakon Andreas Quandt mit dem Matthäus-Evangelium: „Ihr seid das Salz der Erde, das Licht der Welt“. „Habt Salz in euch, haltet Frieden“, schrieb Markus, im Brief an die Kolosser ist gar von einer „gewürzten Wahrheit“ die Rede. Gemeinsam mit Pfarrerin Kornelia Kachunga sammelte der katholische Seelsorger Zutaten für eine gelungene Partnerschaft.

Aufrichtigkeit, Offenheit und Vertrauen zählen sicher dazu, hielten die beiden „Köche“ mit Schürze und Mütze fest und rieten, beim Essen-Gehen einmal das Menü für den Partner auszuwählen. Dann luden sie zwei Paare ein, Gewürze zu testen: Einen Löffel Zucker kann man schlucken, aber einen Löffel Salz? „Auf die richtige Menge kommt es an“, erkannten die Ehe- und Liebespaare in der Hausener Pfarrkirche, wie bei Muskatnuss und Zimt.

Wahrheit nicht verletzend vermitteln

So sollte auch die Wahrheit nicht mit verletzender Direktheit verabreicht werden. Ein jeder habe Fehler, Ecken und Kanten, es gelte gnädig und barmherzig mit den Unzulänglichkeiten des anderen umzugehen. „Jesus ist der beste Koch, er hat das richtige Maß“, erklärten die beiden „Küchenchefs“. „Die Nachfolge Jesu hilft auch in Ehe und anderen Beziehungen“, warben sie.

Der heilige Valentin von Rom, informierte der Diakon, soll als Priester trotz Verboten Liebespaare getraut haben, besagt die katholische Legende. Er wurde darum im Jahre 269 hingerichtet und wird seitdem als Märtyrer verehrt. Kachunga und Quandt sprachen den Paaren in St. Josef einen individuellen Segen zu. Die Band 2.0 der evangelischen Gemeinde begleitete mit der charismatischen Stimme von Leiterin Tamara Schulze die Liturgie, die Feiernden setzten anschließend ihre Gemeinschaft in geselliger Runde im benachbarten Pfarrer-Schwahn-Haus fort.

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