Regenschauer trübten zeitweise die Stimmung auf dem Nikolausmarkt Nikolausmarkt lockt trotz Regenwetter viele Besucher an

Die Mitglieder der Sängervereinigung 1876 überraschten die Besucher des Nikolausmarktes am Abend mit einem Flashmob. Ein kräftiges „Oh, du fröhliche“ erklang auf dem Kirchplatz und übertönte das sanfte Prasseln des Regens. Foto: Schmedemann

Heusenstamm (zls) – Mit 140 Ständen zwischen Kirchplatz und Bannturm lockte der 38. Nikolausmarkt Besucher am Wochenende von nah und fern an. Dabei ließen sich viele die Besucher auch vom regnerischen Wetter nicht abschrecken, eisiger Wind und Regenschauer trübten indes bisweilen die vorweihnachtliche Stimmung

Am zweiten Adventswochenende tauscht Matthias Hittel das Waldhorn gegen den Pfannenwender. Am Stand des TSV Blasorchesters stehen die Besucher des 38. Nikolausmarktes bereits Schlange, um traditionell eine Portion Krautspatzen zu bestellen. Martina Hartmann-Abass, eigentlich Querflötenspielerin, packt die Portionen auch gerne zum Mitnehmen ein. „Das Gericht machen wir seit bestimmt über 20 Jahren“, schätzt sie. „Die essen wir dann abends, vorher schauen wir noch nach anderen Leckereien“, sagt eine Besucherin und nimmt ihre Portion entgegen.

Kulinarisch können die Besucher eine kleine Rundreise durch die Partnerkommunen der Schlossstadt unternehmen: Angefangen bei einem überbackenem Toast aus Saint-Savin kann zum Verdauen einen Tee aus Tonbridge am Stand der englischen Freunde genossen werden. Zu späterer Stunde laden die Belgier aus dem Trappistenkloster in Malle zu einem dunklen Bier ein.

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Die Heusenstammer Stefan Storch und Carl Bendel stehen mit dem großen, kelchförmigen Bierglas beisammen. „Ich mag an belgischen Bieren, dass sie so eine ganz besondere Note haben“, findet Storch. „Wir probieren es zum ersten Mal, dieses hier ist besonders lecker“, fügt Bendel hinzu. Die Schlossstadtschlemmereien locken auch Hungrige aus dem Umkreis an. Der Offenbacher Alex Spitzbarth läuft jedes Jahr seine Route zwischen Kirchplatz und Bannturm mit der Familie ab. „Erst gibt es einen Zwiebelleberkäse und als Nachtisch einen frischen Apfelkringel“, beschreibt er. „Ich komme seit 1988 jährlich nach Heusenstamm, weil ich den Markt so gemütlich finde“, erzählt seine Mutter Cora. Nicht so groß und hektisch wie das Pendant ihrer Geburtsstadt Mainz. Auch das Ehepaar Livia und Florin Timar genießt die Adventszeit vor der Altstadtkulisse. „Wir kennen Weihnachtsmärkte aus unserer Heimat Siebenbürgen, deutsche Einwanderer haben diese Tradition mitgebracht“, erläutert der Mühlheimer.

Eine Chance, das ein oder andere ausgefallene Weihnachtsgeschenk zu erwerben, haben die Besucher zu Genüge. Allesamt bestechen diese durch die Handarbeit –ob das nun kleine gehäkelte Babyschuhe sind oder goldene Flaschen Honigwein aus der eigenen Imkerei. Sandra Blich stellt an ihrem Stand ihr „ausgeartetes Hobby“, wie sie es beschreibt, vor. Zahlreiche Gläschen stehen dort zum Probieren bereit, darunter Sorten wie Schoko-Espresso-Aufstrich oder Weißer-Glühwein-Gelee. „Ich will wissen, was drin ist – und das gebe ich dann mit Freude weiter“, erläutert Blich ihre Passion.

In die Reihe von Kulinarischem und Kreativem gesellt sich ein buntes Rahmenprogramm der hiesigen Vereine. Dem eisigen Wind trotzte zunächst der Kinderchor des Gesangvereins Konkordia und an selber Stelle versammelt sich in den Abendstunden auffällig unauffällig die Sängervereinigung, um die Gäste des Nikolausmarktes mit einem sogenannten Flashmob zu überraschen. Ein kräftiges „Oh, du fröhliche“ erklingt auf dem Kirchplatz und übertönt das sanfte Prasseln des Regens.

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