Katholischer Kirchenchor Hausen singt in St. Josef Neuer Weg durch den Advent

Der Chor spannte einen großen Bogen durch die Musikgeschichte und begeisterte damit das Publikum in der Josefskirche. Foto: pro

Obertshausen (m) – Der Katholische Kirchenchor Hausen (KKCH) geht einen neuen „Weg durch den Advent“. Es muss nicht immer eine monumentale Messe mit symphonischer Orchesterbesetzung sein. Und die Adresse des alljährlichen Konzerts am zweiten Advent muss nicht immer Gumbertseestraße heißen: Zur familiären Version der langjährigen Tradition zogen Sänger und Instrumentalisten von St. Pius in die kleinere St. Josefskirche.

Dort nahm sich der Chor immer wieder zurück, überließ seinen Fans und Freunden das Feld, erhob gemeinsam mit den Besuchern die Stimmen. Die Freude am Gesang stellt sich eben am besten durch Singen ein! Das weiß der äußerst engagierte Leiter der bewegenden Gemeinschaft, Markus Schikora, und stellte so immer wieder die Verbindung zum Publikum her. Er hatte ein vielfältiges Programm aus bekannten und neuen Liedern aus dem Gotteslob zusammengestellt.

Der Chor selbst spannte einen Bogen vom 10. Jahrhundert, in dem die Menschen den Weltuntergang erwarteten, über den Jubelhymnus „Macht die Tore weit“, der ausgerechnet während des 30-jährigen Kriegs entstand, bis zum Lob der Engel, „Gloria in excelsis Deo“. Seine beständige Stärke in den verschiedenen Stimmlagen bewies das Ensemble auch im „Kind zu dieser Zeit“ und mit „Hört, es singt und klingt mit Schalle“, Werke, in denen Frauen und Männer im Wechsel die Strophen interpretierten.

Einen eigenen Charakter verlieh der Dirigent dem Konzert mit seinem Faible für die südamerikanische Musikalität. Ihr Temperament lässt sich auch damit erklären, dass Weihnachten am Äquator und südlich davon im Sommer liegt. Ganz individuelle Akzente setzten die Solisten des KKCH, Andrea Picard-Heinrich und Josef Mayer vokal, Valentin Michel an der Perkussion und Gabriele Müller an der Orgel.

Die Nähe zu Leben und Alltag, zu Gefühlen und Wünschen repräsentierte das Duo Zehn Saiten. Michéle Müller an Violine und Viola und Jürgen Nuffer mit Gesang und Gitarre schufen eine besonders intensive Atmosphäre mit einer harmonischen Einheit aus berührenden Texten und einfühlsamem Instrumentenspiel: „Weihnacht in mir“ und „In deiner Nähe“ heißen die Kompositionen aus eigener Feder.

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