Gerüst am Turm der Dreikönigskirche erreicht volle Höhe Himmlische Bauarbeiten laufen

In schwindelnder Höhe: Kirchendezernent Uwe Becker (links) und Baudezernent Jan Schneider auf dem Baugerüst. Foto: Stadt Frankfurt/Maik Reuß

Sachsenhausen (red) – Das Baugerüst, das am Turm der Dreikönigskirche in Sachsenhausen montiert wurde, ist eines der aufwendigsten in ganz Frankfurt: Mit rund 80 Metern Gesamthöhe ist es nicht nur ungewöhnlich hoch, es musste zudem an den steilen Helm des Turms angepasst werden. Nach Abschluss der Montagearbeiten informierten sich Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker sowie Baudezernent Jan Schneider über den Gerüstbau und die Sanierung der markanten Kirche am südlichen Mainufer. In den kommenden Jahren werden unter anderem Schäden an der Fassade behoben und das Dach neu eingedeckt. Insgesamt investiert die Stadt Frankfurt am Main rund 3,2 Millionen Euro in das Baudenkmal.

Baudezernent Jan Schneider betonte: „Der Bau des Gerüsts an der Dreikönigskirche war technisch und konstruktiv eine ganz besondere Herausforderung. Das fertige Produkt ist schon von Weitem zu sehen und signalisiert: Frankfurt kümmert sich um seine Baudenkmäler. Beim Amt für Bau und Immobilien ist diese Aufgabe in guten Händen. Die Mitarbeiter haben umfangreiche Erfahrungen mit historischer Bausubstanz und gewährleisten mit ihrem engagierten Einsatz, dass wir nach Abschluss der Sanierung ein Schmuckstück am Mainufer haben werden.“

2011 bis 2015 wurden bereits Fassade und Dach des Kirchenschiffs in zwei Bauabschnitten instandgesetzt. Der Turm bildet den dritten und letzten Abschnitt der Sanierung des neogotischen Gebäudes. Eine besondere Herausforderung stellte dabei bereits der Bau des Gerüsts dar. Aus statischen Gründen wurde es in zwei Teilen montiert. Der obere Teil steht auf einer Trägerplattform, die in rund 30 Metern Höhe errichtet wurde. Dazu wurden vier Stahlträger, die jeweils zwölf Meter lang und vier Tonnen schwer sind, durch das Mauerwerk des Turms hindurchgesteckt. Ab einer Höhe von etwa 45 Meter wechselt das Gerüst seine Form, um die Windangriffsfläche zu reduzieren: Der Grundriss ist dann nicht mehr quadratisch, sondern passt sich der oktogonalen Form des Turmhelms an.

Ziel der Sanierung ist es, die intakte historische Bausubstanz zu erhalten und die geschädigten und verwitterten Bauteile unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Anforderungen und unter Beachtung der Standsicherheit instandzusetzen. Dabei werden historische Bautechniken angewandt. Derzeit sind Steinmetze dabei, Schäden an der Natursteinfassade auszubessern. Die Schieferdeckung des Turmdaches wird ersetzt, das Kreuz mit Wetterhahn auf der Turmspitze wird abgenommen und restauriert.

Zudem werden Verglasungen repariert, die Böden der Balkone abgedichtet und die innenliegende Stahlkonstruktion beschichtet. Auch an den Glocken und Zifferblättern der Turmuhr wird gearbeitet. Mitte 2023 sollen die Sanierungsarbeiten beendet sein. Das aufwendige Gerüst kann voraussichtlich schon 2022 wieder abgebaut werden.

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