Mitarbeiterinnen des Schwimmbads im Badehaus nutzen die Zeit der Kurzarbeit für ehrenamtliches Engagement Masken für karitative Zwecke

So sehen die fertigen Masken aus. Foto: p

Rödermark (red) – Einige städtische Gebäude und Einrichtungen öffnen wieder ihre Türen, doch um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, bleibt das Badehaus weiterhin geschlossen. Schwimmen oder Saunieren kann man dort derzeit nicht. Die unerwartete Pause wird genutzt, um in den jetzt leeren Becken und Umkleiden nötige Renovierungsarbeiten und Reparaturen durchzuführen. Für die Mitarbeiter brachte die Schließung jedoch die Kurzarbeit. Doch alle waren sich einig: Wir wollen in dieser Zeit nicht untätig bleiben. Statt Badegäste zu betreuen, sammeln sie jetzt bunt gemusterte Stoffe, statt Kinderplanschen ertönt nun das Surren der Nähmaschinen. Regelmäßig treffen sich die Kolleginnen nun in ihrer Freizeit, um Mund-Nasen-Bedeckungen zu nähen.

„Jede Kollegin übernimmt eine bestimmte Aufgabe, das Zuschneiden der Stoffe und Gummibänder zum Beispiel, berichtet Sandra Schneider. „So hat jede ihren eigenen Arbeitsschritt und Einzelplatz, so kann ausreichend Abstand zueinander gehalten werden.“ Nach einer kleinen Einweisung konnte es losgehen. Jede Hobby-Schneiderin hatte ihre private Nähmaschine dafür mitgebracht. „Eine tolle Idee, die auf die Eigeninitiative und das Engagement der Kollegen zurückgeht. So sind inzwischen schon über 1200 Alltagsmasken für karitative Zwecke zusammengekommen“, freut sich die Leiterin der Kommunalen Betriebe Rödermark, Petra Henkel.

Die Alltagsmasken werden den Rödermärker Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt sowie für karitative Zwecke gespendet. Stoffe und Gummibänder, die verarbeitet werden, werden auf Spendenbasis gesammelt. „Inzwischen sind wir die ganze Zeit auf der Ausschau nach Materialien. Auch die Kollegin, die seit 30. April eigentlich in ihrem wohlverdienten Ruhestand wäre, sorgt für stetigen Nachschub und arbeitet weiter mit“, berichtet Sandra Schneider. Die Freude und Dankbarkeit, mit denen die Mund-Nasen-Bedeckungen in Empfang genommen werden, spornt alle weiter an. „Es tut gut, aktiv zu werden und daran mitzuarbeiten, dass wir gemeinsam die Corona-Krise gut überstehen können“, sind sich die „Näh-Lieseln“ des Badehauses ein.

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