Große Verdienste im kirchlichen und sozialen Zusammenleben Stadt Mühlheim zeichnet Christine Martin aus

Mit dem Ehrenbrief der Stadt Mühlheim überraschte Bürgermeister Daniel Tybussek Christine Martin. Foto: Prochnow

Mühlheim (m) – Eigentlich ist Christine Martin Überraschungen gewöhnt. Gerade hat sie mit vielen Mitstreitern die Wiedereröffnung der Kita Regenbogeninsel organisiert. Dass die Seele der katholischen Kirchengemeinde Lämmerspiel zuvor mit dem Ehrenbrief der Mühlenstadt ausgezeichnet wird, war für die Gläubigen in St. Lucia eine Herzensangelegenheit.

In der Laudatio von Bürgermeister Daniel Tybussek klang es ein wenig förmlicher: Er ehrte „eine Persönlichkeit, die sich anerkennenswerte Verdienste im kirchlichen und im sozialen Zusammenleben ihrer Heimatstadt erworben hat“. Von 1995 bis 2011 arbeitete sie im Pfarrgemeinderat mit, davon sechs Jahre als dessen Vorsitzende, und prägte die Pfarrei dabei maßgeblich mit.

Seit 2007 ist Christine Martin Mitglied im Verwaltungsrat und „kümmert sich in beispielhafter Weise um die Belange der Kindertageseinrichtung Regenbogeninsel“. Nach dem Tod von Leiterin Eva Picard hatte sie die kommissarische Leitung der Einrichtung übernommen. „Durch ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz hat sie bei der Weiterentwicklung der Kita zum Familienzentrum Regenbogeninsel St. Lucia, damals ein Pilotprojekt im Bistum Mainz, mitgewirkt“, hob der Rathauschef hervor. „Zum Fundament des Familienzentrums gehört eine Kultur der Wertschätzung Kindern und Eltern gegenüber.“

Ein Glücksfall für die Gemeinde

„Frau Martin ist ein Glücksfall für die Gemeinde und bringt in die von ihr übernommenen Tätigkeiten viel Herzblut ein. Sie investiert viel Zeit, um die gesteckten Ziele mit Leidenschaft und Begeisterung zu erreichen und die Vielzahl der Aufgaben zu erfüllen“, hieß es weiter. Bis vor Kurzem war sie außerdem aktiv bei den Lämmerspieler Ortsvereinen tätig und ist nach wie vor stark in der Kolpingfamilie engagiert.

Die Ausgezeichnete habe „stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen“, hob Tybussek hervor, ganz gleich ob für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren. „Sie denkt konstruktiv nach vorne und packt tatkräftig mit an, wann immer sie gebraucht wird. Durch ihre offene und kommunikative Art gelingt es ihr stets aufs Neue, auch andere für ein tatkräftiges Mitmachen zu begeistern.“ Der Gedanke der Diakonie als einem der Wesensmerkmale des kirchlichen Lebens werde von ihr vorbildhaft im täglichen Leben verwirklicht.

Hinter den Kulissen tätig

Die Christin besuche die Gottesdienste und bringe sich auch dabei durch ihre Ideen aktiv ein. „Hinter den Kulissen“ sorge sie dafür, dass sich Altardecken und Tücher sowie die Gewänder in einwandfreiem Zustand befinden. „Die Weitergabe des Glaubens ist ihr ein wichtiges Anliegen, besonders an Kinder und Jugendliche“, zeigte sich der Bürgermeister beeindruckt.

Mehr als 15 Jahre lange habe Christine Martin mit der Taufkatechese junge Familien auf die Taufe ihrer Kinder vorbereitet. Weiterhin war sie Kommunionskatechetin. „Sie hat sich durch ihr langjähriges, ehrenamtliches und vielfältiges Wirken in besonderem Maße große Verdienste im kirchlichen wie sozialen Zusammenleben unserer Stadt erworben und großes Engagement insbesondere in der Arbeit für den Nachwuchs gezeigt, unterstrich der Politiker. Bei der anschließenden Segnung der „Regenbogeninsel“ waltete die Ehrenbrief-Trägerin schon wieder ihres Amtes.

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