Städtebaulicher Vertrag regelt Details beim Umbau City Center Zweite Ebene verschwindet

Visualisierung des umgestalteten City-Center-Gebäudes. Verschwunden sind der „kuriose Betonstummel und die finstere Ecke darunter“, so Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Mit dem Umbau ändert sich auch die Nutzung des Gebäudes. Foto: WasE BauGmbH (Architekt Bader)

Offenbach (red) – Über den Umbau des City Centers hat die Stadt Offenbach am Main mit dem Vorhabenträger lange und intensiv verhandelt und Lösungen gefunden. „Für unsere Innenstadt ist die Aufwertung dieses Gebäudes eine wichtige Entwicklung“, erklärt Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. In einem städtebaulichen Vertrag sollen detaillierte Antworten auf viele Detailfragen fixiert werden. So überragt der zukünftige Bau zum Teil öffentliche Fläche, an anderen Stellen wird privater Grund öffentlich genutzt. Hier wird ein Ausgleich herbeigeführt. „Der Umbau gibt uns endlich die Möglichkeit, die Überbleibsel aus der Zeit, als die Berliner Straße noch vierspurig und dominant durch die Stadt führte, zu beseitigen. Weil das Gebäude bisher von außen über die Treppe erschlossen wurde, war dies nicht möglich. Umso mehr freut es mich, dass der kuriose Betonstummel und die finstere Ecke darunter jetzt verschwindet“, so Weiß. Ursprünglich diente die zweite Ebene dazu, Fußgänger und Autoverkehr zu trennen im öffentlichen Raum – dem Leitbild der autogerechten Stadt der sechziger Jahre folgend.

Mit dem Umbau und dem Vertrag wird die Entwässerung des Platzes neu geordnet und von Bauarbeiten betroffene Flächen werden wieder oder neu hergestellt. Weil mit der Zweiten Ebene auch Standorte von Straßenlaternen für die öffentlichen Flächen entfallen, müssen dafür neue Standorte gefunden werden.

Mit dem Umbau ändert sich auch die Nutzung des City Centers: Ab dem zweiten Obergeschoss entsteht Raum für ein Hotel, die Spielhalle zieht ins erste Obergeschoss. Geschäfte und Gastronomie wird es im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss geben. Das Gebäude wächst dazu – einmal im Osten um zwei Stockwerke sowie im zweiten Obergeschoss nach Norden und Westen um rund 2,4 Meter. Die jetzige Planung ist auch Ergebnis der Beratungen des auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung eingesetzten temporären Gestaltungsbeirats der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen im April 2019. „An zentraler Stelle – die S-Bahn-Haltestelle Marktplatz ist derzeit die bedeutendste Bahnstation in Offenbach – erzielen wir mit der Umgestaltung des Gebäudes eine wesentliche Verbesserung der städtebaulichen Situation“, betont Stadtrat Weiß.

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