Olympische Winterspiele in der Turnhalle der Hermann-Hesse-Schule Skispringen mal anders

Bei den Winterspielen in der Turnhalle der Hermann-Hesse-Schule konnten die Fünftklässler viele verschieden Wintersportarten ausprobieren. Foto: m

Obertshausen (m) - Sebastian Hix ist es zu verdanken, dass in Obertshausen olympische Winterspiele ausgetragen werden. Der Sportkoordinator an der Hermann-Hesse-Schule entwickelte mit seinen Kollegen Petra Atuk und Karsten Hahn alternative Disziplinen für die Halle, die helfen, dass sich die Jüngsten an der Gesamtschule besser kennen lernen. Zehntklässler, die den Wahlpflichtunterricht Sporttheorie besuchen, assistierten den Fachlehrern.

Schon in den vergangenen Jahren bemühten sich die Pädagogen der Gesamtschule darum, ihre neuen Schützlinge einander näher zu bringen, auch Kontakte unter Fünftklässlern unterschiedlicher Lerngruppen und Schulformen zu fördern. Bisher hatten die Sportlehrer dazu ein Turnier im Völkerball auf die Beine gestellt. Dabei feuerten die Klassen freilich nur ihre eigenen Mannschaften an, was Spannung und eine gute Stimmung versprach, berichtete Hix.

„Aber die Klassen blieben halt immer unter sich“, kritisierte er. Aus dem Gegeneinander sollte ein Miteinander-Spielen werden, und das Konzept, dem der gesamte Schultag gewidmet war, ging auf. Vielen gefiel das „Snowboard“ am besten. Dabei balancierten die Mädchen und Jungen auf einem Wave Board, einer Art Skateboard mit einem Gelenk in der Mitte, das präziseres Lenken und Fahren ermöglicht. Für die meisten der Elf- und Zwölfjährigen war es der erste Ritt auf dem wackligen Gerät, jeweils zwei sollten sich darum gegenseitig helfen und halten.

„Es hat Spaß gemacht“, bestätigte Sadia, „das könnten wir ruhig öfter in Sport machen“. Auch die Teenager aus der Jahrgangsstufe 10 fanden Gefallen an dem Projekt. „Es war überhaupt nicht anstrengend“, wunderte sich Murat, „sie haben auf uns gehört und auch gut miteinander gespielt“. Nadja bemerkte, dass sich viele Schulneulinge bereits kannten, weil sie dieselbe Grundschule besuchten oder im selben Verein trainieren.

„Wir feiern ein Fest“, lautete der Auftrag für die Schützlinge von Petra Atuk. Die 5bR sollte im Fach Arbeitslehre eine Party komplett vorbereiten, vom Einladungsschreiben über das Falten von Servietten und das Basteln von Dekoration wie Sterne und Tannenbaum. Die Fünftklässler übten dabei auch, nach welchen Regeln man sich am Tisch verhält, eine Gruppe bereitete ein Programm für die Fete vor.

Das verwirklichten sie für die eigene Feier am Vormittag, sangen englische Lieder und schmausten vom mitgebrachten Büfett. So hielt es auch die 5aH von Jeannette Knippel. „Wir haben ein gemeinsames Frühstück vorbereitet, alle haben Teller und Besteck mitgebracht, Gruppen kauften Käse, Wurst und Brötchen ein, sorgten für Getränke, gedeckte Tische oder Unterhaltung.“ Die Schüler entschieden sich für Tanzspiele wie die „Reise nach Jerusalem“ und testeten ihre Geschicklichkeit. Damit sollte auch die Klassengemeinschaft gestärkt werden, unterstrich die Lehrerin.

In der Halle traten dann zusammengeloste Teams in einem vereinfachten Biathlon, in ganz eigenen Versionen von Curling, Bobfahren, Skispringen und Eisstockschießen gegeneinander an. Dazu legten die Organisatoren Bälle unter bunte Hüte, hoben Turnkästen auf Rollbretter, hielten Teppichfliesen bereit, auf denen die Sportler zwei Turnbänke von der Sprossenwand herunterfuhren, um auf einer dicken Matte zu landen. Der olympische Gedanke führte die Sportler: „Dabei sein ist alles!“

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