Erinnerungen an Steinheim und Klein-Auheim in den Siebzigern / Teil 29 Kerb-Verbot nach Gerichtsbeschluss

Wieder aufleben ließen die Klein-Steinheimer anno 1972 die Staanemer Kerb mit ihrer 200-jährigen Tradition. Maßgeblich federführend damals die DJK Eintracht, der kirchliche Sportverband, mit Gerhard Kraft an der Spitze. Repro: beko

(beko) – Erinnerungen an die Siebziger Jahre stehen derzeit in der aktuellen HeimatPost 2019 im Blickpunkt, nachdem wir ein Jahr lang die 68er unter die Lupe genommen haben.

Redakteur Bernhard Koch blättert im Archiv und ruft - rein subjektiv - Woche für Woche die eine oder andere Veröffentlichung noch mal ins Gedächtnis, mitunter auch mit Repros von damals.

> Er beginnt bald, der Ausbau des Hainbergs zwischen Klein-Auheim und Steinheim. Im Zuge dessen sollen die Kurven entschärft werden.

> Gut besucht ist die angebotene Sonntags-Sprechstunde des Steinheimer Bürgermeisters Ferdinand Jung.

> Staunende Zuhörer beim Waldfest von Excelsa und Olympia am Wasserturm: Auch die Steinheimerin Ursula Ohlig schwang als Dirigentin den Taktstock beim katholischen Musikverein Excelsa.

> Steinheim feiert fünf Tage lang seine DJK-Kerb auf den Mainwiesen mit großem Programm und natürlich auch Schubkarrenrennen. Mit dabei freilich als Oberkerbvadder der unvergessliche DJK-Chef Gerhard Kraft. Die inzwischen als Tradition geltende Kürung der Kerbborsche führte die DJK 1972 bei der ersten grßen DJK-Kerb ein mit dem ersten Kerbborsch Willi Mack. Zweiter Kerbborsch 1973 war Rudi Weißkopf.

Interessant aber auch schon die Probleme damals (laut Vereinshomepage): „1972 hatte der damalige Vorsitzende Gerhard Kraft die Idee, in Steinheim eine Kerb zu feiern. Sie wurde auf der großen Wiese am Mainufer ausgerichtet mit einem großen Festzelt und vielen Schaustellern. Diese Idee kam so gut an, daß bis heute noch die DJK-Kerb gefeiert wird, allerdings jetzt im kleineren Rahmen. Die Kosten der Kapellen usw. konnten nicht mehr aufgefangen werden, zumal durch einen Gerichtsbeschluß - veranlasst durch 1-2 Anwohner der Uferstraße und der Kirchstraße - der DJK verboten wurde, 5 Tage die Kerb zu feiern. So wurde das Fest auf 4 Tage reduziert, aber der 5. Tag war nun mal der Tag des Gewinns und dieser fiel durch diesen Beschluß weg. Dadurch wurde die Kerb in die Ludwigstraße verlegt.“

Nun, anno 2019 wird die 47. DJK-Kerb gefeiert, diesmal wieder auf dem Parkplatz an der Uferstraße hinter der Kulturhalle.

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