Integrations-Sportfest der Sportjugend bei der Georg-Büchner-Schule

Haut nah erfahren, wie es sich mit Behinderung lebt

In die Situation eines Behinderten schlüpften Schülerinnen und Schüler der Georg-Büchner-Schule beim Integrations-Sportfest. Die Sensibilisierung für bestimmte Situationen in der Gesellschaft stand im Vordergrund. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Das Integrations-Sportfest der Sportjugend Hessen fand mit der Jügesheimer Georg-Büchner-Schule einen erfahrenen Kooperationspartner. Gemeinsam mit der AOK Hessen brachte die Sportjugend Hessen den Schülerinnen und Schülern den Weitblick für gesellschaftliche Probleme näher. So schlüpften gut 1.000 Jugendliche an den diversen Stationen in die Problematiken, die körperliche Behinderungen mit sich bringen. Zu Beginn trat bereits Dirk Köhler vor die Schüler, er nahm als Rollstuhl-Basketballer an vier Paralympics teil.

Verpackt in Spaß und Spiel lernten die jungen Teilnehmer beim Rollstuhl-Blasrohr-Biathlon das Handicap einer schweren Behinderung kennen. Auch beim Fußballturnier, bei dem Fair Play mehr zählte, als die erzielten Tore, ging es um soziales Lernen. Rodgauer Klubs, wie die SGH, der JSK, der TSV, der SV Diana und die Sportfreunde stellten Angebote und Ehrenamtliche.

Ziel der Veranstaltung, die Sensibilisierung der Kinder für die Zielgruppen und mehr Rücksicht in der Gesellschaft, so Frank Eser, Referatsleiter für Integration durch Sport bei der Sportjugend Hessen. So lernten die Schüler den Blick zu öffnen für Menschen in ganz schweren Lebenssituationen.

Schulleiter Winfried Döring betonte die gute Kooperation mit der Sportjugend Hessen, die nun seit zwölf Jahren gedeiht, und bereits zu vier Kooperationen bei Veranstaltungen führte. Bei diesem Integrations- und Inklusions-Großereignis rückte die Initiative NäherDran in den Mittelpunkt.

Frank Eser erklärte die Idee hinter NäherDran: Sportjugend Hessen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vereine so weiterzuentwickeln, dass sie ein Projekt zur Einbindung von Randgruppen starten können. Finanzielle Unterstützung kommt von der AOK Hessen. Informationen für Vereine stehen im Internet unter www.sportjugend-hessen.de. Einige Klubs hatten es bereits geschafft und wertvolle Projekte für ein besseres Miteinander geschaffen. Zu Beginn der fünfstündigen Veranstaltung zeichneten die Verantwortlichen vier Vereine für deren Integrationsprojekte aus. Zu den Siegern zählte auch der SV 1879 Hainstadt. Eine Grundförderung für die Initiativen in diese Richtung erhielten bereits 13 Vereine in Hessen.

Kommentare

Der Blick auf Menschen mit Behinderungen

Mir fällt bei Berichten über körperlich behinderte Menschen immer etwas auf.
Viele assoziieren körperliche Behinderung nur mit dem Rollstuhl. Auch in den Medien werden meist nur sichtbare Behinderungen dargestellt.
Es gibt aber auch noch andere!
Eine Ertaubung oder Schwerhörigkeit sieht man nicht. Für viele gesunde Menschen ist die deswegen auch nicht vorhanden und wird nicht akzeptiert.
Ich als fast tauber Mensch fühle mich deswegen manchmal ausgegrenzt.
Auch Sprüche wie: Du hast doch ein Hötgerät, jetzt verstehst du doch alles!... sind fast Alltag!
Bitte auch mal darüber nachdenken und berichten, wie sich diese Menschen fühlen.
Liebe Grüße
Ines aus Rodgau

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