Bei der Country-Night der SKG Sprendlingen gehörte den Line Dancern das Parkett Cowboy-Flair auf der Tanzfläche

Die festgelegten Choreografien machen nicht nur das Mittanzen einfach, sie sehen auch gut aus. Foto: zcol

Dreieich (zcol) – Eigentlich fehlen nur die schwingenden Saloon-Türen und das Pferd vor der Tür. Denn sonst ist die gemütliche Halle der Sport- und Kulturgemeinschaft Sprendlingen (SKG) ganz in traditionelles Cowboy-Flair getaucht. An den Wänden die USA-Fähnchen, auf der Bühne die Jungs von Flaggstaff, auf der Tanzfläche schwingen die Herren in Hüten, Fransenwesten und Karohemden und die Damen in schicken Cowboystiefeln einheitlich das Tanzbein. Zum dritten Mal hatte die Abteilung Line Dance der SKG zu großen Country-Night nach Sprendlingen eingeladen. Mit 150 Tänzern aus der ganzen Region war die Veranstaltung ausverkauft und die Tanzfläche unentwegt voll.

Die Musiker aus dem Raum Aschaffenburg müssen nur die ersten Gitarrenriffs anstimmen und schon wissen die Line-Dance Fans, worum es geht.

Ob „Country Roads“, „Achy Breaky Heart“ oder „Footloose“ – die Schrittfolge ist immer klar definiert. Die Tänzer bewegen sich einheitlich, immer in die gleiche Richtung und die tanzende Menge schnippst zur gleichen Zeit mit den Fingern. „Zu jedem einzelnen Lied gibt es eine eigene Choreografie im Line Dance“, erläutert Maritta Sauer, die die Country Night zu dritten Mal organisiert hat, „das hat den Vorteil, dass überall auf der Welt zum gleichen Lied gemeinsam getanzt werden kann“, weiß die Trainerin der Sprendlinger Gruppe. Mehr als 8.000 Lieder aus dem Country- und Westerngenre sind so choreografiert. Dabei gibt es dann auch noch kleine Unterschiede: die einfachen Titel haben nur 16 sogenannte „counts“, Schritte und Bewegungen.

Die schwierigen haben bis zu 164 – das bedeutet, dass die Sportart nicht nur ein Anspruch an Koordination, Beweglichkeit und Ausdruck hat, sondern dass die Tänzer auch ihre Gehirnzellen anstrengen müssen, um die Gruppendynamik in den Lines nicht zu stören.

Aber bei 8.000 Liedern ist natürlich klar, dass nicht jeder Tänzer zu jedem Lied die passenden Tanzschritte kennt. „Aus diesem Grund arbeiten wir so gerne mit der Band Flaggstaff zusammen. Wir können vorher absprechen, wie die Setliste aussieht, welche Lieder wir auch tanzen können, damit möglichst viele von uns zum Tanzen kommen“, sagt Maritta Sauer.

Seit zwei Jahren gibt es eine eigene Line-Dance- Gruppe in Sprendlingen. „Es gab schon zuvor eine, die hatte sich irgendwann aufgelöst. Ich habe dann mit drei Leuten angefangen – jetzt sind wir wieder 30, die regelmäßig zum Training hier in der Halle kommen“, erläutert Sauer. Die Leidenschaft für den Sport ist schnell erklärt: die Tänzer mögen die Musik, die Stimmung und die Möglichkeit, auch jederzeit alleine tanzen zu können. „Die Veranstaltung hier in der Halle ist der Höhepunkt für die Gruppe“, schwärmt Natalie Winter, die regelmäßig zum Line Dance zur SKG kommt. „Es ist eine nette Gruppe, ich mag diesen amerikanischen Lifestyle – style mich allerdings nicht unbedingt so“, erzählt die Tänzerin, dass sie an diesem Abend möglichst jeden Tanz „mitnimmt“ den sie tanzen kann.

Maritta Sauer ist glücklich, dass die Tanzfläche so voll besetzt ist: „Es macht ja auch Spaß, solch eine Veranstaltung zu organisieren. Ich hatte viel Hilfe von meinen Tänzern, die Halle zu schmücken und wir freuen uns über die positive Resonanz.“ Wer jetzt Lust hat, den Tanz auf der Linie zu lernen, ist eingeladen zu den Übungsstunden: montags wird von 20 bis 21.30 Uhr in der SKG- Halle getanzt und dienstags von 16.45 bis 18.15 Uhr in der Seilerstraße 9-13 in Sprendlingen.

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