Sechs junge Egelsbacher absolvieren erfolgreich die „Juleica“-Schulung Gruppen leiten lernen

35 Jugendliche aus sieben Dekanaten besuchten den einwöchigen Grundkurs im Kloster Höchst im Odenwald, unter ihnen sechs Teilnehmende aus dem Dekanat Dreieich. Foto: Diana Schäfer/Evangelisches Dekanat Dreieich/p

Egelsbach (red) – Ein fester Bestandteil der evangelischen Jugendarbeit in Hessen ist der Grundkurs „Gruppen leiten lernen“. Jedes Jahr erwerben dort junge Menschen ihre Jugendleiter-Card (Juleica), den bundesweit einheitlichen Ausweis für freiwillig Engagierte in der Jugendarbeit.

Die evangelischen Dekanate Dreieich, Hochtaunus, Nassauer Land, Rodgau, Weilburg, Westerwald und Wetterau bieten den Kurs bereits seit vielen Jahren in Kooperation an.

Auch 2020 trafen in den Herbstferien 35 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus den sieben Dekanaten innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im Kloster Höchst zusammen. Coronabedingt musste die Teilnehmerzahl reduziert werden. So umfasste die Gruppe nicht wie sonst an die 100 Personen, sondern nur knapp halb so viele, davon acht Betreuer. Jeweils drei junge Frauen und Männer aus dem Dekanat Dreieich dürfen sich nun offiziell Jugendleiter nennen. Alle sechs kommen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Egelsbach.

„Die Arbeit mit Heranwachsenden ist nach wie vor einer der wichtigsten und intensivsten Bereiche in den Gemeinden, so auch bei uns“, sagt der Egelsbacher Pfarrer Martin Diehl. „Wenn man sich die derzeitigen Einschränkungen der Gruppenarbeit durch die Corona-Pandemie vor Augen führt, freut es mich umso mehr, dass die sechs Jugendlichen die Zeit genutzt haben, um sich auf diesem Gebiet weiterzubilden“, stellt er fest. Denn der Bedarf ist da: Allein bei der Kinderbibelwoche der mit 3.500 Mitgliedern zweitgrößten Gemeinde im Dekanat sind normalerweise mehr als 200 Teilnehmer am Start – betreut von etwa 60 Jugendlichen, die im Umgang mit dieser Zielgruppe versiert sind.

Gut vorbereitet für ihr Engagement in der Gemeinde fühlt sich nun Mia Dauenhauer. „Ich denke, dass ich das hier erworbene Wissen sehr gut in der Praxis anwenden kann“, sagt die Teamerin einer Egelsbacher Konfirmandengruppe.

„Die Lerneinheiten waren alle gut aufgebaut und ausgeführt, und ich nehme etliche Taktiken mit, die ich als Leiterin von Jugendgruppen benötige“, sagt die 15-Jährige. Innerhalb des Programms wird die Fähigkeit trainiert, den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen pädagogisch angemessen zu begegnen. Behandelt werden beispielsweise Entwicklungsprozesse im Kinder- und Jugendalter, juristische Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit, aktiver Kinderschutz, religiöse Fragen von Kindern und Jugendlichen, aber auch aktuelle lebensweltliche Themen. Normalerweise gehört zu der einwöchigen Weiterbildung auch ein Rahmenprogramm, das in einem Abschlussfest endet.

Das war aus Sicherheitsgründen nicht machbar. Stattdessen feierten die Teilnehmenden am vorletzten Abend Corona-konform in kleinerem Rahmen. Nach der Heimfahrt brachten alle den letzten Schulungstag am heimischen Schreibtisch hinter sich: Die Wissensvermittlung erfolgte online über das Videokonferenz-Programm Zoom.

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