Faschingssitzung wie eine Fata Morgana Schwarze 11 feiert 1001 Nacht in der Hugenottenhalle

Die Champagner Girls präsentierten sich auf der Bühne der Hugenottenhalle als süße, freche Früchtchen und bekamen für ihren flotten Vortrag reichlich Applaus vom närrischen Publikum. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – Willst du tolle Kostüme seh’n, dann musst du zur Schwarzen 11 geh’n“ – dies zeigte sich wieder einmal bei der großen Fastnachtssitzung der Schwarzen 11. Deren Gründer Pfarrer Norbert Bachus war mit seinen Kollegen Pater Francis Parakkal und Pfarrer Martin Berker ebenfalls als Ehrengast im Saal.

Des einen Freud, des anderen Leid, auch das gibt es unter Narren – diesmal traf es den Hugenottenhallen-Hausmeister „Gründlich“ alias Torsten von Juterzenka. Er war immer auf eine ordentlich aufgeräumte und saubere Bühne bedacht. Doch dann kam das Gesindel aus der Gegend, in der es nur Sand gibt, baute gar ein Zelt auf und machte sich dort nach dem Einmarsch gar als „Elferrat“ breit. „Ja träum ich oder ist es nur eine Fata Morgana“, fragte sich Hausmeister Gründlich immer wieder. Am Ende half dann doch nur das Rubbeln an Aladdins Lampe und der ganze Spuk war dann wieder weg.

Nachdem die Band take 2 die Narrenschar mit ihrer Musik in Schwung gebracht hatte, zogen zur orientalischen Musik die Aktiven, zusammen mit Prinz Dieter II. und Prinzessin Heike II. mit dem Rest des Elferrates sowie Watz Uwe Fräger und Oberlump Markus Letz in den Saal ein. Es gehört mittlerweile schon zur guten Tradition, dass die „Schlabbedengla“ aus Bruchsal mit ihrer Guggemusik das Narrentreiben eröffnen. Egal wie laut und schräg, mit ihrem aktuellen Motto „Alles im Wunderland“ sorgten sie sowohl optisch als auch unüberhörbar akustisch für eine ganz besondere Ouvertüre des Abends. Die Teenies Linus (14 Jahre) und Luke (13) sowie und David (15) und Julius (10) lamentierten in Ihrem Vortrag „Immer kommen wir zu kurz!“ über die Ungerechtigkeiten, die das Teenagerleben halt mal so mit sich bringt – zumindest aus Sicht der Teenager selbst.

Goldenes Vlies und goldene Flamme

Dafür zeigten sich die Kinder der Schnullergarde und Mini-Kids, alle zwischen zwei und zwölf Jahre alt, wie fröhlich doch die Jugendzeit sein kann, wenn man durch das Disney-Wunderland tanzen darf. Der von Katrin Litzenberger und Saskia Wolf trainierte Haufen aus wilden Tieren und schönen Blumen begeisterte einmal mehr das närrische Publikum. Der Protokoller der Schwarzen Elf Horst Schimkat nahm die Ereignisse des vergangenen Jahres in Iseborsch und der Welt kritisch ins Visier. Er hofft, dass mehr zur Kommunalwahl gehen als zur Bürgermeisterwahl, damit man sich hinterher nicht fragen müsse, ob es überhaupt noch Sinn hat, Politik zu mache. Eine Ehrung gab es Johanna Heck und Stefanie Korf, sie wurden mit dem goldenen Vlies ausgezeichnet, Jörg Liedtko mit der goldenen Flamme.

Auch in diesem Jahr begeisterte der Auftritt der Polkaformation zu orientalischen Tönen das närrische Publikum. Und auch die „Schrecklich nette Familie“ mit Jaques (sprich: Schackes, Oliver von der Herberg) und Mama (Thorsten Appel) zeigte sich noch immer noch schwer verliebt und schwebte zu französischen Musikklängen auf die Bühne. Opa (Stefan Ritzel), dessen Lieblingstier der Zapfhahn ist, verstand überhaupt nicht die Frage des kleinen Zeppelinheim (David Litzenberger), was er mal macht, wenn er mal keine Lust auf Bier hat.

Mit den Maxis wurde es rhythmisch, sie tanzten auf einen Remix von „Rythm of the Night“ und die Cappuccinos waren wieder einmal ein besonderer musikalischer Höhepunkt der Sitzung. In diesem Jahr hatten es Wolfgang Paul, Norbert Engl, Thorsten Appel und Stefan Ritzel die besonders leicht reißenden Gelben Säcke angetan. Das Motto „Traumreise in 1001 Nacht“, wurde auch von der Showgruppe dargeboten. Wie gewohnt in Form einer Playbackshow, die selbst der neue Hausmeister Gründlich trotz ständiger Aufräum-Versuche nicht verhindern konnte. Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere, getreu diesem Motto präsentieren sich die Champagner Girls dieses Jahr als süße, freche Früchtchen auf der großen Bühne.

Alle singen Iseborjer Narrenhymne

Eine wunderbar gelungene Show war wieder einmal der Auftritt des Männerballetts. Erstaunliche Kostüme, eine perfekt passende Choreographie zu den „Bewegungsmöglichkeiten“ der Tänzer, die als farbenfrohe Aladdine an ihren riesigen Wunderlampen rubbelten – und tatsächlich tauchten plötzlich drei hübsche Jeannys auf, um die auch sofort ein heftiges Werben entbrannte. Im Anschluss wurde es „orientalisch, aber anders!“ So hieß der Tanz der Showtanzformation Funtasia. Zu einem Medley aus orientalischer Musik tanzten die 17 jungen Damen in Haremshosen vor dem Publikum. Ein besonderer Höhepunkt des von Ina Gabriel und Stefanie Hehn einstudierten Tanzes war ein fliegender Teppich.

Zum großen Finale heizten die Cappuccinos noch mal ordentlich ein. Alle Mitwirkenden mitsamt dem Prinzenpaar, Watz und Oberlump kamen auf die Bühne und gemeinsam mit dem begeisterten Publikum wurde die „Iseborjer Narrenhymne“ gleich mehrfach gesungen. Das Lied vom Lumbemondaach hätte am liebsten nie enden sollen. Aber auch jede Fata Morgana ist mal vorbei – Hausmeister Gründlich wird es sicherlich freuen.

 

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