E-Mobilität für jedermann: EVO und Partner wollen mehr Lademöglichkeiten für E-Autos schaffen Vor allem Unternehmen und Mieter sind als Testkunden gefragt

Wollen mit EMILIA eine Ladeinfrastruktur für Unternehmen und für Bewohner von Mehrfamilienhäusern aufbauen: EVO-Vertriebsleiterin Bettina Buchert, Honda-Projektleiterin Jennifer von Lindenfels und EVO-Technikvorstand Günther Weiß. Foto: p

Kreis Offenbach (red) – Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO), die Honda Research & Development Europe (Deutschland) GmbH und das Berliner Unternehmen Ubitricity wollen die Elektromobilität gemeinsam vorantreiben. Dafür haben sie ein Pilotprojekt unter dem Namen „EMILIA“ („Elektromobilität: Intelligente Lade-Infrastruktur für alle“) aufgelegt. „Durch intelligente Lademöglichkeiten wollen wir dazu beitragen, dass Elektromobilität für jedermann möglich wird“, sagt Jörg Böttcher, Vice-President von Honda Research & Development Europe (Deutschland) GmbH. Dazu sei es notwendig, kostengünstige und abrechnungsfähige Lademöglichkeiten an den Orten zu schaffen, an denen Fahrzeuge überwiegend parken: zu Hause und am Arbeitsplatz.

In dem Pilotprojekt „EMILIA“ soll in erster Linie eine Ladeinfrastruktur für Unternehmen und für Bewohner von Mehrfamilienhäusern aufgebaut werden. „Denn bisher sind E-Autos überwiegend Eigenheimbesitzern mit einer eigenen Ladestation vorbehalten“, führt Böttcher weiter aus. Gesucht würden daher als Testkunden vor allem Unternehmen mit E-Autos in ihrem Fuhrpark, Wohnungsbaugesellschaften mit Platz für Ladepunkte und Mieter mit eigenem Elektrofahrzeug. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt.

Für die Teilnahme erhalten die Testkunden eine passende Ladesäule samt Ladekabel inklusive der Inbetriebnahme im Gesamtwert von rund 1.200 Euro. Vorher werde noch geprüft, ob die Örtlichkeiten für den Test in Frage kommen.

Laut EVO-Technikvorstand Günther Weiß sind die Herzstücke des Testverfahrens ein intelligentes Ladekabel und innovative Stromtarife. Das für das Testverfahren verwendete Ladekabel habe – anders als bei konventionellen Ladekabeln – einen mobilen und geeichten Stromzähler integriert.

So werden zwei Dinge möglich: Erstens können Ladevorgänge auf die Kilowattstunde (kWh) genau erfasst werden. Zweitens kann für das jeweilige Ladeverhalten ein passender Stromvertrag abgeschlossen werden. Dafür hat die EVO drei Ökostromtarife entwickelt, von denen ein Tarif auch das sogenannte „kontrollierte Laden“ möglich macht. „Der Ausbau ist eine Herausforderung für die gewohnte Stabilität der Stromnetze. Mit einer steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen kann das Netz mit dem kontrollierten Laden stabilisiert werden, indem der Ladevorgang und die Bedürfnisse des Netzes aufeinander abgestimmt werden“, sagt Weiß. Somit könnten in Zukunft E-Autos als Energiespeicher genutzt werden, wenn zum Beispiel viel Windenergie erzeugt wird.

Neben dem intelligenten Ladekabel gehört auch ein fest installierter Ladepunkt zur Ausrüstung der Testteilnehmer. Die Ladepunkte fallen besonders klein aus, da die Mess- und Abrechnungsfunktionen bereits im Ladekabel enthalten sind. Daher sind diese in der Anschaffung und im Betrieb deutlich günstiger als marktübliche Ladestationen. Ausführliche Information zu „EMILIA“ finden sich unter www.evo-ag.de/emilia-info. Dort können sich auch interessierte Privatpersonen und Unternehmen für das Testprojekt bewerben.

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