Hofheim nimmt Flüchtlinge auf, die aus Seenot gerettet worden sind Ein sicherer Hafen

Hofheim erklärt sich bereit, Schutzsuchende menschenwürdig unterzubringen. Foto: pixabay

HOFHEIM (red) – Die Stadt Hofheim hat sich zu einem „Sicheren Hafen“ erklärt. Damit ist Hofheim eine von 281 Kommunen in Deutschland, die sich bereit erklären, Flüchtlinge aufzunehmen und willkommen zu heißen. Die Teilnahme am Bündnis „Sichere Häfen“ geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zurück, den der Magistrat im September vergangenen Jahres umgesetzt hat. Der Beitritt ist jetzt von der Initiative „Seebrücke“ öffentlich gemacht worden.

Im Beschluss der Stadt heißt es, die Stadt Hofheim wolle „Menschen aufnehmen, die auf ihrer Flucht aus Seenot gerettet worden sind“.

Außerdem erklärt sich die Stadt bereit, die Schutzsuchenden menschenwürdig unterzubringen und für ihr „langfristiges Ankommen weiter notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen“. Nach Angaben von Bürgermeister Christian Vogt werden Willkommenskultur und Solidarität auch bisher schon in Hofheim gelebt. „Dennoch ist die Unterbringung von Flüchtlingen im Ballungsraum nicht einfach.“ Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Seebrücke“ existiert seit 2018. Es ist eine dezentrale Organisation mit vielen Ortsgruppen. Ziel der Initiative sind sichere Fluchtwege, entkriminalisierte Seenotrettung und die menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten. Zu den Initiativen des Bündnisses gehören die „Sicheren Häfen“.

In Hessen gibt es 19 Kommunen, die sich zum „Sicheren Hafen“ erklärt haben, darunter zum Beispiel auch die Städte Kelkheim, Rüsselsheim und Wiesbaden.