Bornheim in Kapstadt Norbert Biba nimmt am größten Jedermann-Radrennen teil

Horst Trieflinger, Daniela Birkenfeld und Norbert Biba mit der Bank, die zum Nachdenken anregt. Foto: Faure

Bornheim/Nordend (jf) – Langsam wird es Zeit für Norbert Biba, die Sachen zu packen: Am 22. Februar fliegt er nach Südafrika, um zweieinhalb Wochen später beim „Cape Argus“, dem mit rund 35.000 Teilnehmern größten Jedermann-Radrennen, mitzufahren.

„Ich weiß gar nicht genau, es ist das fünfte oder sechste Mal“, sagt er. In seinem Gepäck wird auch ein Trikot des Frankfurter Radklassikers sein, der am 1. Mai 1962 erstmals unter dem Namen „Rund um den Henninger-Turm“ stattfand, seit 2010 „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ heißt. In diesem Jahr ist der Veranstalter die Amaury Sport Organisation (ASO), die auch die Tour de France organisiert. Zudem gehört es nun zu den Rennen der Union Cycliste Internationale (UCI), dem Internationalen Radsport-Verband. „Das Trikot bekommt ein Prominenter“, verspricht Biba. Er selbst wäre gerne wieder in einem Trikot der Eintracht Frankfurt in Südafrika angetreten: „Hat leider nicht geklappt“, bedauert er.

Engagement gegen Apartheid

Biba fliegt mehr als zwei Wochen vor dem Radrennen, das am 12. März stattfinden wird, nach Südafrika. Er will sich natürlich auf den Contest vorbereiten, aber auch noch jede Menge unternehmen: „Ich interessiere mich für Jazz. Und ich werde das District Six Museum in Kapstadt besuchen. Und natürlich Bekannte treffen.“ Seit vielen Jahren reist Biba nach Südafrika, engagierte sich gegen Apartheid und ist zurzeit mit „seiner“ symbolträchtigen Bank gegen Rassenunterschiede unterwegs – im vergangenen September und Oktober stand sie auf der Berger Straße, gegenwärtig befindet sie sich im Scheck-In-Center im Ostend. Nur für den Fototermin hat sie einen kurzen Abstecher an den Merian-Platz gemacht; die Bank, die anstupst zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Wert und Würde des Menschen. Ein Thema, das auch Horst Trieflinger vom Verein gegen Rechtsmissbrauch beschäftigt, deshalb ist er ebenfalls auf dem Merianplatz dabei, findet die Idee mit der Bank gut.

Bornheimer Botschafter

Zugegen ist auch Stadträtin Daniela Birkenfeld; sie wird am 1. Mai den Startschuss für das vierte Inklusionsrennen, Teil der Radsportveranstaltung „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“, geben. Und am Jedermann-Rennen wird in diesem Jahr auch zum zweiten Mal Norbert Biba teilnehmen, er hat sich die Distanz über 80 Kilometer ausgesucht. Mit 17 Rennen, 6.000 Radfahrern und um die 800.000 Zuschauer, die am 1. Mai wieder erwartet werden, ist dieser Radklassiker weltweit einmalig. Doch erst einmal steht „Cape Argus“ bei Biba auf der Liste. Die 109 Kilometer lange Strecke will der 59-Jährige in vier Stunden und 30 Minuten schaffen. Er sieht sich nicht nur als Radfahrer, sondern vor allem als Botschafter Frankfurts, wenn nicht gar Bornheims, in Kapstadt.

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