Konzert der „Irren Typen“ in Zusammenarbeit mit dem Kinderchor der Waldschule und Dreimalig Plus „Jetzt und hier feiern und spielen, singen und tanzen wir“

Ein wunderbares Zusammenspiel zwischen den Irren Typen, dem Kinderchor der Waldschule und Dreimalig Plus. Wie auch in den Jahren zuvor boten die Protagonisten eine super Vorstellung und verzauberten das Bürgerhaus in der Tempelhofer Straße. Foto: m

Obertshausen (m) – Sie singen von Kaugummis und vom Frieden, können griechisch und mit Kollegen: Die „Irren Typen“ haben sich mit ihrem Konzert am Sonntag im Bürgerhaus mit großen Schritten weiter in die heimische Kulturszene bewegt. Sie schmetterten ihre Hits mit dem Kinderchor der Waldschule und zum Klang von Dreimalig Plus, den Maurer-Brüdern mit Saxophon, Trompete und Cajon.

Weniger Zuhörer als gewohnt folgten diesmal der Einladung der Vollblut-Musiker mit Behinderungen unter Leitung von Musikschullehrer Jürgen Weis. Direktor Dietmar Schrod von der städtischen Einrichtung würdigte den Weg vom „Combozert“ zu den „Irren Typen plus“. „Wir verarbeiten Geschichten, die wir erleben, die uns wichtig sind“, erläuterte Initiator und Bandleader Weis das Erfolgsrezept seiner drei Kameraden mit Handicaps.

„Wenn wir etwas machen, dann richtig und gerne“, formulierte er zu Beginn des Konzerts im Bürgerhaus. „Wir leben im Hier und Jetzt“, verglich er sein Team mit anderen Leuten: „Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann rennt ihr, und das Leben verpennt ihr.“ Die Hingabe der „Typen“ baue auf die Einstellung, „jetzt und hier feiern und spielen, singen und tanzen wir“.

Uwe Schneider mit dem Mundharmonika-Koffer muss aber erst mit Jürgen über die richtige Tonart verhandeln. Lehrer Peter Krausch übernahm die Tasten, Jürgen das Saxophon, schon klingt‘s verträumt. Die Gruppe interpretierte „Sunny“ und pflegt ihrer Liebe zum Klezmer-Rhythmus. „Hey Kumpel, ich kenn‘ dich doch“, schlug sich Schlagzeuger Farid Faust auf dem Hessentag zum Ministerpräsidenten durch.

Mit kleinen Anekdoten von Proben und Auftritten würzte der Leiter den Auftritt.

„Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken, der kann im hellen Mondenschein die Nacht entdecken“ - und sich selbst. Weis hat viele der Stücke geschrieben und getextet. Andreas Welzenheimer schlägt dazu frenetisch die Kazoo, verbrüdert sich übers Mikrofon gleich mit Dreimalig Plus. Mit den Maurers spielen sie eine Samba, in deren Mittelpunkt ein Duell von Farid und Andresas an der Percussion steht.

„Olakala, alles wird gut“, lautet einer der großen Hits des Quartetts, den auch der Kinderchor der Waldschule einstudiert hat. Erstmals schmettern sie den Song mit der prominenten Band. Auch Kaugummi-Geschichten und das sanfte „Wunderbar“ verbindet die schöne Stimmung mit dem wichtigen Schritt, die „Irren Typen“ mit anderen Musikern und Sängern zu vernetzen.

Das Finale gestalten sie flott und im Zeitgeist mit „Hevenu shalom alechem“.

„Wir haben ein Nest in der Stadt gefunden, das tut uns sehr gut, danke, dass wir da sein dürfen“, verneigte sich Jürgen Weis vor den Fans. Im nächsten Jahr wird die einzigartige Band bereits am 13. Oktober mit Tom Jet „die Bühne rocken“.

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