40 Jahre Reihenhaussiedlung Seligenstädter, Ecke Bauerbachstraße: Anwohner treffen sich Ein Viertel wie kein anderes

Die Reihenhaussiedlung Bauerbach, Ecke Seligenstädter Straße, feierte 40-Jähriges Bestehen. Foto: m

Obertshausen (m) – In kaum einer Ecke der Stadt wurden so viele und kreative Straßenfeste gefeiert wie in der Reihenhaussiedlung an der Seligenstädter, Ecke Bauerbachstraße. Und das hat seinen Grund: Viele Nachbarn sind die ersten Bewohner des Viertels, sind eng befreundet und halten auch im Alltag fest zusammen. 40 Jahre nach dem Bezug der ersten Häuser trafen sich die Anwohnern jetzt zum Wiedersehen und Erinnern in der nahen Gaststätte Kupferkanne. Gerd Rommel, der auch viele der Freiluftfeste damals organisiert hatte, lud ein. Manche, vor allem die Kinder, hat es in alle Himmelsrichtungen verschlagen. Dennoch kamen auch viele von der jüngeren Generation zu der geselligen Runde. 15 Reihenhäuser wurden 1978 von den Lederwaren-Unternehmern Gebrüder Picard gebaut und verkauft, elf standen schon vorher auf dem Areal. Ein Anwohner aus dieser Reihe hatte bereits ein Straßenfest auf die Beine gestellt. Er verunglückte tödlich, Rommel übernahm seine Rolle. Der Werbefachmann hatte bereits in Offenbach Gaudi-Rallyes mit Autos und Freunden gestaltet. Jetzt ließ er die Neu-Hausener belichtetes Fotopapier entwickeln, Telex-Streifen entcodieren, Angeln bauen und fischen.

„Oft wird der Kontakt durch die Kinder geknüpft und auch erhalten“, lautet die Erfahrung des heutigen Rentners. Die gute und enge Gemeinschaft wird bis heute gepflegt, die Hauseigentümer laden sich ein zu Geburtstagen, Kaffeekränzchen und zum Neujahrsempfang. Viele haben schon früh die Jägerzäune, die ihre Gärten trennten, entfernt. Fährt jemand in den Urlaub, wird selbstverständlich nach dem Rechten geschaut, der Briefkasten geleert, die Blumen gegossen. Selbst Winterdienst, Kabelfernsehen und Strom in den Garagen haben sie gemeinsam und somit günstig beauftragt, erzählt Rommel. Manche Familien treffen sich zu gemeinsamen Ausflügen. Das Straßenfest steigt heute nur noch alle zwei, drei Jahre und nicht mehr auf dem großen Parkplatz, sondern auf dem breiten Gang, wo Zelt und Tische aufgestellt werden.

Mittlerweile machen auch die neu Zugezogenen mit, lassen sich vom Zusammenhalt der Reihenhäusler gewinnen – ein Vorbild für andere Viertel.

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