Oskar Lücking und Sara Toprak sind Stadtsieger Vorlesewettbewerb für Viertklässler in der Bücherei im Bürgerhaus

Neben den Stadtsiegern Oskar Lücking und Sara Toprak (vorne) lasen in der Stadtbücherei Hausen (von links) die Viertklässler Amelie Kötzel und Clara Müller aus der Joseph-von-Eichendorff-Schule, Xenia Keller und Annika Döppes aus Wald- und Sonnentauschule. Die Jury bildeten Elke Streck, Christina Hellemann und Manuela Mück. Text/Foto: m

Obertshausen (m) – Dass in Obertshausen eine neue Generation von Leseratten heranwächst, ist dem Engagement der Grundschulen, aber auch der Stiftung Sparkasse Langen-Seligenstadt zu verdanken. Mit ihrer Hilfe läuft neben dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Börsenvereins für Sechstklässler seit einigen Jahren ein weiterer Vergleich im Rezitieren in Klasse 4. Am Donnerstag vergangener Woche ermittelten drei Jurorinnen in der Bücherei im Bürgerhaus die Stadtsieger.

„Meine Mutter hatte mir eine Leseprobe mitgebracht“, erklärt Oskar Lücking die Wahl von „Falkenflügel“, einer mystischen Erzählung aus der Reihe „Animal Heroes“. Der Autor ist Thilo, „aber das ist ein Künstlername“, weiß Oskar, der mit seiner Vorstellung einer der beiden Gewinner wurde. Mit seiner klaren, sicheren und freundlichen Art hat er die Jury überzeugt. Der zehnjährige Waldschüler ist Fan von Harry Potter und mag „Gregs Tagebuch“, steht auf Abenteuerbücher und reitet.

Auch die gleichaltrige Sara Toprak von der Sonnentauschule errang einen Siegertitel. Sie entschied sich für den „Lotta-Leben“-Band „Das reinste Katzentheater“. Sara las frech, laut und auswendig, schaute immer wieder das Publikum an und bezog es so ein in die Erzählung. Dazu verlieh sie jeder Rolle ein eigenes Stimmbild. Sara liebte früher Feen, heute Ponys und Hessen. Über ihr Heimatland schmökert sie in Sachbüchern, daneben übt sie Tennis, Hapkido und Keyboard.

Die Gewinner errangen neben einer Urkunde und Präsenten Geld für die Klassen- und die Schulbibliothek und sind zu einem Abschlussfest Ende April nach Dietzenbach eingeladen. Viel Lob spendeten die Preisrichter aber auch den anderen Kandidaten. „Ich habe mich für das Buch entschieden, weil es bei mir zu Hause genauso ist, nur dass ich nicht zwei kleine Schwestern, sondern einen Bruder habe, der mich genauso nervt.“

Auch Xenia aus der Waldschule liebt das „Lotta-Leben“. Die Reihe ist bei den Mädchen sehr beliebt, die Hälfte der sechs Final-Teilnehmer las aus einem Werk von Alice Pantermüller.

Zwei Vertreter von Wald-, Sonnentau- und Joseph-von-Eichendorff-Schule stellten ihr Buch, Autor und ihre Wahl vor, bevor sie einen spannenden oder heiteren Abschnitt vortrugen. In einer zweiten Runde mussten sie einen Fremdtext lesen. Christina Hellemann, Leiterin der Bibliothek an der Kirchstraße, Manuela Mück, Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Langen, Mitorganisatorin und Moderatorin, sowie die gelernte Bibliothekarin Elke Streck vergaben Punkte. Letztere repräsentierte auch die Sparkassen-Stiftung, die den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit den kommunalen Büchereien im Kreis Offenbach verwirklicht.

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