Rückgang der Straftaten zu verzeichnen

Frankfurter Polizei stellt Kriminalstatistik 2017 vor

Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill präsentiert die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres. Foto: Schneider

Frankfurt (zjs) – „Die Aufklärungsquote bei Straftaten in Frankfurt liegt inzwischen bei 64,2 Prozent, damit werden zwei Drittel aller Straftäter ermittelt“, erklärte Polizeipräsent Gerhard Bereswill bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017 im Frankfurter Polizeipräsidium an der Miquel-Adickesallee. Insgesamt sei eine Abnahme von 4,7 Prozent zu verzeichnen. 

In Zahlen bedeute das einen Rückgang von 5361 auf 109.458 Fälle. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Konzepte der Polizei (Projekt „wachsamer Nachbar“, Präventions- und Bürgerveranstaltungen) greifen, deutlich sichtbar bei den Wohnungseinbrüchen, bei denen es sich bei 45 Prozent (1536 Fälle) um Versuche handele. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 14.864 Straftaten auf 100.000 Einwohner, was dem Stand von 1971 entspräche.

Eine Zunahme der Straftaten gibt es jedoch im Bereich Rauschgiftkriminalität mit Schwerpunkt im Bahnhofsviertel und Angriffe auf polizeilich Beschäftigte sowie auf Rettungssanitäter und Feuerwehrleute. „Dass die Polizei häufig als verkörperte Staatsmacht attackiert wird, kennen wir leider zur Genüge, dies bedeutet einen Anstieg von fast zehn Prozent, aber dass inzwischen auch Sanitäter, Lehrer und Schiedsrichter Opfer von Angriffen werden, kann und darf nicht akzeptiert werden“, so Bereswill weiter. „Ich vermisse eine gesellschaftliche Initiative, die hier Stellung bezieht, denn die Polizei wird gerufen, wenn Hilfe benötigt wird und deshalb geht es nicht an, dass die Beamten dann von einer aufgebrachten Menge beschimpft werden, obwohl sie nur ihre Arbeit machen.“

Mehr Angriffe gegenüber Mitmenschen

Die Fälle von Respekt- und Distanzlosigkeit sowie tätlichen Angriffen gegenüber Mitmenschen hätte ein unerträgliches Maß erreicht. „Diese Entwicklung macht mir Sorge“, gab der Polizeipräsident unumwunden zu. Die Schutzausstattung der Beamten wurde verbessert und bei allen Revieren in Frankfurt, in denen die Kollegen mit Bodycams ausgestattet seien, konnte ein Rückgang der verbalen und tätlichen Angriffe verzeichnet werden. Nach einer internationalen Studie liegt Frankfurt auf Platz drei einer der sichersten Städte in Europa. Gerhard Bereswill und seine Kollegen wollen sich nicht auf der positiven Entwicklung der Statistik ausruhen, ganz im Gegenteil. „Wir nehmen die Zahlen als Ansporn, auch in Zukunft für die Sicherheit aller in Frankfurt einzustehen, damit die Stadt eine lebenswerte Stadt ist und bleibt“, sagte der Polizeipräsident abschließend.

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