Seminarangebote der Hospizgruppe Seligenstadt und Umgebung Es gibt keine Normen und Rezepte für die Trauer

Die neuen Trauerbegleiterinnen mit dem Kursleiter, dem Theologen und Dozenten Gottfried Rudolf, und der Co-Referentin, Musikpädagogin und Sonologin Regina Reith-Rudolph. Foto: privat

Seligenstadt (beko/red) – Die Hospizgruppe Seligenstadt und Umgebung bietet regelmäßig Seminare mit dem Ziel der qualifizierten Vorbereitung auf die Hospizarbeit an, zu denen auch Personal aus dem Bereich der Pflege sowie Mitarbeiter anderer Hospizgruppen im Kreis Offenbach eingeladen werden. 

Auch für die Trauerbegleitung werden kontinuierlich Mitglieder weitergebildet. „Von den 47 Aktiven unserer Gruppe sind mittlerweile 27 mit der Basisqualifizierung in Trauerbegleitung fortgebildet, davon haben vier Damen zusätzlich das Zertifikat zur Trauerbegleiterin nach den Vorgaben des Bundesverbandes der Trauerbegleiter (Große Trauerausbildung), zwei davon spezialisiert für Trauerbegleitung von Kindern,“ berichtet Monika Schulz, die Koordinatorin der Hospizgruppe.

„Im letzten Jahr schlossen alleine zehn Teilnehmer den Basis-Qualifizierungskurs zur Trauerbegleitung der IGSL-Hospiz mit vier Modulen und einer Eigenarbeit ab.“ Dieser Kurs fand im Tagungszentrum Schmerlenbach unter Leitung des Theologen und Dozenten Gottfried Rudolf statt, unterstützt von der Musikpädagogin und Sonologin Regina Reith-Rudolph.

Die Hospizgruppe Seligenstadt und Umgebung hat in den letzten Jahren kontinuierlich ihr Trauerangebot erweitert. Sie versucht mit ihrem Angebot dem Bedürfnis nach Trost und Unterstützung in der Trauer entgegenzukommen und im einfühlsamen Gespräch sich Zeit für die Trauernden zu nehmen, um im Miteinander der Trauer begegnen zu können.

Die ehrenamtlich arbeitenden Trauerbegleiterinnen stehen den Trauernden als Wegbegleiter zur Verfügung. Angeboten werden Trauerbegleitungen in Einzelgespräche, im Rahmen eines offenen Trauer-Cafés, bei Spaziergängen, den sogenannten „GehSprächen“ sowie in Trauergruppen, die bedarfsweise neu gebildet werden. Die Angebote ergänzen sich gegenseitig.

Ein Teilnehmer des letzten Ausbildungsseminars: „ Ich habe gelernt, dass jeder Mensch anders trauert und es keine Normen und Rezepte für Trauer gibt, sondern trauernde Menschen ihre Situation sehr unterschiedlich erleben. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Die Hospizgruppe Seligenstadt und Umgebung bietet ihre Dienste ehrenamtlich, unentgeltlich und überkonfessionell an. Die ambulante Fürsorge und Zuwendung für sterbende, schwerkranke und trauernde Menschen steht im Mittelpunkt ihres Handelns. Infos: www.hospiz-seligenstadt.de oder Hospiztelefon 0178 5646979.

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