Kita Nordlicht macht mit kreativen Ideen bei der Woche der Abfallvermeidung mit Nadelwald aus Eierkarton

Mit großem Elan bei der Sache: Kinder der Kita Nordlicht basteln mit Recyclingmaterialien für die Vorweihnachtszeit. Foto: Kita Nordlicht/p

Langen (red) – „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“ lautete diesmal das Motto der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. Unsichtbarer Müll sind beispielsweise Produktionsreste, die bei der Erzeugung von Elektrogeräten, Textilien oder Mobiliar anfallen. Zu den zahlreichen Aktions-Teilnehmern aus Deutschland zählte in diesem Jahr auch wieder die Stadt Langen. Die Kita Nordlicht engagierte sich dabei in besonderer Weise und sagte der Wegwerfmentalität den Kampf an.

Organisiert von Erzieherin Martina Müller haben die Hort-Kinder, schöne Dinge für die Adventszeit nur aus Recyclingmaterialien gebastelt. Egal ob Eierkarton, Toilettenpapierrolle, Gurkenglas oder verschrumpelte Kartoffel: Alle diese Dinge fanden bei den Do-it-yourself-Produkten noch Verwendung. So entstanden ganze Nadelwälder aus Eierkartons, Weihnachtsbaumschmuck und Geschenkanhänger aus Klopapierrollen, Windlichter aus Obstgläsern oder selbstbedrucktes Geschenkpapier.

Eine weitere Aktion war der Livestream der Gruppe „Fairbrauchen Langen“. Hier wurde online gezeigt, wie umweltfreundliche Wachstücher als Verpackungsmaterial für Lebensmittel entstehen. Die europaweiten Veranstaltungen zur Abfallvermeidung widmeten sich 2020 zwei großen Fragen: Wie kann man die Herstellung und den Konsum von Waren umweltgerechter gestalten und die gefährlichen Auswirkungen von Abfall für Mensch und Umwelt durch die richtige Entsorgung vermeiden?

Zu den unsichtbaren Abfällen gehört auch Mikroplastik, das sich mittlerweile überall in unserem Leben festgesetzt hat, beispielsweise in Kosmetik, wie in Peelings, Duschgels und Shampoos, wo es als „Schleifmittel“ oder Füllstoff verwendet wird. Mikroplastik begegnet uns auch in Form von Mikrofasern, die sich beim Waschen aus synthetischen Kleidungsstücken wie Fleece und Polyester lösen und ins Abwasser gelangen.

Aber auch der mittlerweile alltägliche Einsatz von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien, vom Kloreiniger bis zum Backofenspray ist unnötig, vielmehr schädigen diese aggressiven Spezialreinigungsmittel sogar Umwelt und Gesundheit. Vier einfache Produkte wie Schmierseife oder ein neutraler Allzweckreiniger, Essigreiniger oder Zitronensäure, Scheuerpulver sowie ein Handspülmittel reichen im Haushalt völlig aus. Weitere Informationen gibt es unter der Adresse www.wocheder abfallvermeidung.de im Internet.

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