Erste Entwürfe vorgestellt Grüne Freiräume für das Stadtquartier Süd geplant

Die Blickachse zur Innenstadt soll durch einen zentralen Grünzug erreicht werden, links das Branntweinmonopol-Areal. Foto: lfp

Neu-Isenburg (red) – Die ersten Test-Entwürfe für die Gestaltung der Freiflächen im Stadtquartier Süd wurden am 21. Februar, im Rahmen einer weiteren Bürgerinfoveranstaltung, vorgestellt. Drei Planungsbüros waren eingeladen worden, sich Gedanken zu machen, aber auch die Ideen aus der vorausgegangenen Bürgerinfoveranstaltung aufzugreifen. Herausgekommen sind dabei ganz unterschiedliche Entwürfe für den geplanten „Quartiers-Platz“ an der Schleussnerstraße, den großen Grünzug in der Mitte des Quartiers sowie den Spielplatz im Süden des Quartiers. Allen gemeinsam ist jedoch der große Anteil an Grünfläche.

„Wenn man bedenkt, dass im neuen Stadtquartier Süd früher ein reines Gewerbegebiet war und die Böden fast zu 100 Prozent versiegelt sind, sind diese grünen Freiräume von über 5.700 Quadratmeter ein großer Gewinn für die ganze Stadt“, sagt dazu Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die aktuellen Entwürfe können ab sofort im Fachbereich Stadtplanung während der Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Noch bis Ende des nächsten Monates können weitere Ideen eingereicht werden unter Buerger.Idee[at]stadt-neu-isenburg[dot]de. Bürgermeister Herbert Hunkel wird die Pläne auch auf dem Infostand auf dem Wochenmarkt am 13. April vorstellen.

Das Konzept von Dittmann + Komplizen Landschaftsarchitektur setzt bei den Entwürfen auf eine Verzahnung von Quartiersplatz und Grünem Freiraum. Die Wegeverbindung ist nicht geradlinig angelegt, sondern bietet Teilräume mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Der Wegebelag besteht aus Drainasphalt und ist wasserdurchlässig. Mulden zur Versickerung des Niederschlagswassers sind möglich. In einer Aktivitätszone bestehen Spielmöglichkeiten für Groß und Klein, eine andere bietet Treffpunkte zum Sitzen und Schauen. Rampen, Hügel und verschiedene Ebenen schaffen spannungsreiche Ansichten. Kleine und großkronige Bäume, ein Baumhain auf dem Quartiersplatz, insektenfreundliche Sträucher, Stauden und Gräser sowie insektenfreundliche stehen im Vegetationskonzept.

Auch DLA Die Landschaftsarchitekten setzen dem linearen Aufbau der geplanten Bebauung im Stadtquartier Süd eine versetzte Wegeführung entgegen, allerdings nicht in der Nord-Süd-, sondern in der Ost-West-Achse. Rasen- und Wiesenfläche werden als hügelartige Überhöhungen angelegt, Freibereiche erhalten ein Platten- oder Sitzstufenband. Als markantes Gestaltungselement soll eine Kunstinstallation auf dem Quartiersplatz das Entree markieren. Die Platzgestaltung des Quartiersplatzes greift die historischen Klinkergebäude der BfB auf. Hochbeete und flache Wasserspiegel tragen zur Inszenierung des Bestandsgebäudes bei. Bei den Freiflächen haben die Planer einen Wasserspielplatz für die Kleinen und auch ein Kindercafé für die Sommermonate vorgeschlagen. „Urban Agriculture“ könnte in Hochbeeten stattfinden, die sich an die westliche und nördliche Freifläche anschließen.

Ipach Mayerhofer möchten den Höhenunterschied zum Quartiersplatz mit Sitzstufen gestalten, vielleicht sogar für eine Bühnennutzung. Wasserfontänen sollen zum Spielen und Toben einladen, können bei Veranstaltungen aber auch ausgeschaltet werden. Der von Norden nach Süden verlaufende Verbindungsweg wird in leicht geschwungener S-Form angelegt.

Die Parkmitte wird als Ruhezone konzipiert, der Süden mit einer Spielanlage und einem Urban Gardening Bereich geplant. Im nördlichen Bereich könnten Geräte für Seniorenfitness aufgestellt werden, im südlichen Bereich vielleicht sogar ein kleiner Grillbereich entstehen. Auf trennende Barrieren soll mit Gestaltungselementen, den sogenannten „Grünen Teppichen“, eine Verbindung zwischen den Wohnhöfen und dem Park geschaffen werden.

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