Zwangspause im Breidert Die Kugeln rollen wieder: Boule-Start in Waldacker

Die Kugeln rollen wieder, so wie hier bei der Saisoneröffnung in Waldacker, wo Männer und Frauen getrennt spielen, aber gemeinsam diskutieren. Foto: Ziesecke

Rödermark (chz) – Nach dem gefühlten Marathon des Baus einer Boulebahn in Waldacker im vergangenen Sommer konnten die Mitglieder der Quartiersgruppe dieses Jahr erstmalig ihre Früchte ernten: Ein intensiver Tag der Vorarbeit - am Vortag hatten Klaus Huthmann mit der von ihm eigens dafür gebauten und mittlerweile noch einmal verbesserten Walze und Theo Frieß den Platz gründlich vorbereitet – und schon war der Platz spielbereit.

Einige Kiebitze kamen eigens aus Jügesheim angefahren, Boule-Frischlinge ebenso wie hocherfahrene Bayernliga-Spieler, beließen es aber beim Zusehen. Erstmals mit ihrem zu Weihnachten bekommenen Boulekugeln trat Margret Schierenbeck an, die letztes Jahr zwar schon dabei gewesen, dann aber wegen Verletzungen ausgefallen war. Nun bekam sie viele gute Tipps von ihren Sportskolleginnen, während in der Gruppe über die Zwischenstände diskutiert und bei Wasser, Rotwein und Schaumküssen gefachsimpelt wurde. Die Gruppe wünscht sich nun eine zweite feste Bank, entgegengesetzt der derzeit schon in Eigenarbeit erbauten, um den Sonnenstand ausnutzen zu können.

Die Boulefreunde auf dem Platz am Generationen-Spielplatz „Am Lerchenberg“ treffen sich ab jetzt jeden Freitag um 15 Uhr. Jeder Interessierte ist dazu eingeladen; mitzubringend sind - wenn möglich  - die eigenen Boudie Internetseiter www.quartier-waldacker.de.

Neue Mitspieler erwünscht

Regelmäßig rollt die Kugel auch schon in Urberach: Hier trifft sich die Gruppe „Bouleshit Orwisch“ wie seit Jahren mittwochs am Festplatz neben der Feuerwehr um 19 Uhr zum Boulespiel. „Bei uns sind immer Zuschauer und auch neue Mitspieler erwünscht. Und am 9. Juli gibt’s wieder ‚Boule uff de Bule’, unser Jedermann-Bouleturnier am Waldfestplatz auf der Bulau ab zehn Uhr“, verspricht Michael Elger von Bouleshit. Näheres findet sich unter www.bouleshit-online.de und auf Facebook.

Bereits am 27. Januar hatte der Tennisclub Ober-Roden damit begonnen, seine Bahn, die unter dem vielen Regenwasser gelitten und von den Ästen der Eichen übersät war, wieder zum Leben zu erwecken. Die Bouler unter den Tennisspielern laden die Boulesportfreunde ein, an ihrem Spieltag - meistens mittwochs - teilzunehmen. Auch wenn der Altersschnitt bei der Boulesportgruppe des TCO bei rund 71 Jahren liegt, ist das Alter kein Argument, weiß Präsident Jürgen Kühl: „Nicht nur verbissenes Spielen ist bei uns angesagt, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen sollen gefördert werden.“

Zu wenig Platz fürs Spiel

Schlechter ergeht es derzeit den Boulefans der Initiative „Wir sind Breidert“: Schon beim Bau der Anlage auf dem damals neuen Mehrgenerationen-Spielplatz am Maiglöckchenpfad hatte die räumliche Enge zum nächsten Grundstück hin die Anlage beeinträchtigt; die mittlerweile erstellte Mauer macht ein Umrunden des Platzes unmöglich. Auch der Platzzustand bietet derzeit kein Spiel-Vergnügen. Die Boule-Anhänger im Breidert haben zwar die freundliche Einladung, in einem privaten Gartenihrem Spiel frönen zu dürfen, doch vielleicht kommen sie auch freitags als Bereicherung nach Waldacker, bis die städtischen Stellen ihre Zusage einlösen, ein geeignetes Areal mit Olympia-Maßen auf dem Platz am Maiglöckchenpfad bereitzustellen.

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