Künstler aus Saalfelden stellen im Rathaus aus Spiel mit Farben und Formen

Anton Göllner und Bürgermeister Kern vor zweien der Bilder, die im Treppenhaus des Rathauses Ober-Roden hängen. An der Ausstellung beteiligt ist auch der Künstler Rudolf Scheer. Foto: p

Rödermark (red) – Sie fallen auf, sie fallen aus dem Rahmen, die farbenfrohen Hingucker von Anton Göllner, der da ein kunterbuntes Spiel mit geometrischen Formen treibt, das Abstrakte mit dem Realistischen kombiniert, Grundfarben ohne Scheu nebeneinanderstellt. In Acryl auf Leinen atmen seine Gemälde ein wenig den Geist des Surrealismus – er nennt es „phantastischen Realismus“. Sie sind witzig, manchmal auch ironisch, und sie verraten einen Künstler, der zu einem ganz eigenen Stil gefunden hat, auch in seinen Portraits oder in seinen abstrakten Gemälden. Anton Göllner ist Gründer und Leiter des Vereins „Schule des Sehens – Künstlerhaus“ (sds-kuenstlerhaus) in Rödermarks Partnerstadt Saalfelden.

Künstler verstehen sich über die Grenzen hinweg

Eine Auswahl seiner Werke und drei seines Vereinskollegen Rudolf Scheer – großartige, antikisierende Malerei in aufwändiger Schellacktechnik auf Holzplatte – sind derzeit im Treppenhaus des Rathauses in Ober-Roden zu sehen.

Möglich gemacht hat diese Ausstellung Sylvia Baumer, die Vorsitzende des Rödermärker Künstlervereins „Kunst in Rödermark“ (KiR). Baumer war vor wenigen Wochen Gast der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des sds-kuenstlerhaus und eröffnete im Saalfeldener Stadtcafé eine eigene Ausstellung. Bei dieser Gelegenheit entwickelte sie zusammen mit Göllner die Idee wechselseitiger Ausstellungen, um damit die Städtepartnerschaft künstlerisch und kulturell zu befruchten.

Spontan Werke von Saalfelden nach Ober-Roden gebracht

Die Umsetzung folgte auf dem Fuße. In der vergangenen Woche – nach dem Ende der Baumerschen Werkschau – lud er die wertvollen Stücke in sein Auto, packte seine Auswahl dazu und fuhr nach Rödermark. Die nächsten Schritte sind auch schon geplant: Im Frühjahr kommenden Jahres sind die KiR-Künstler eingeladen, sich mit einer Ausstellung im Kongress Saalfelden zu präsentieren – Platz ist dort für rund 40 Exponate. Die Rückreise treten die Werke dann im Juni an. Dann wird eine große Delegation aus Saalfeldener Künstlern und Kulturschaffenden das Festival „Kultur ohne Grenzen“ bereichern.

Anton Göllner wurde 1962 in Saalfelden geboren. Schon früh entwickelte er seine Liebe zur Malerei. Als Autodidakt hat er sich viele Techniken angeeignet. Er arbeitet als selbstständiger Grafik-Designer und Illustrator in seiner Heimatstadt. Rudolf Scheer, Jahrgang 1959, ist gelernter Tischler, lebt und arbeitet in Wiener Neudorf, seit 20 Jahren als Technischer Leiter einer Hotelgruppe. Er ist Autodidakt, malt vorwiegend in Acryl auf Leinwand. Die Ausfertigung der Rahmen ist für ihn genau so reizvoll wie die Malerei selbst.

Das Interesse an der bildenden Kunst, an Fotografie und Musik zu wecken, den kulturellen Austausch und die neue Ausdrucksweise der jungen Generation zu fördern, sowie Kunst und Musik vermehrt im öffentlichen Raum zu präsentieren, das sind die Anliegen des Saalfeldener Kunst- und Künstlervereins sds- kuenstlerhaus.

Der Verein, der von der Stadt Saalfelden unterstützt wird, bietet Seminare und Workshops für Schulen, Kunstinteressierte, Anfänger und Fortgeschrittene in den Bereichen Malerei, Skulptur/Plastik, Video- und Fotografie, digitale Medien und Musik an. Unterstützung und Förderung von kreativen Menschen in den Sektionen.

Mit ihren verschiedenen Angeboten ist die Schule des Sehens zu einer gut besuchten Kreativschmiede gereift.

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