Jugendliche entfernen Hinterlassenschaften unbekannter Schmierer

Weithin sichtbare Regeln und leuchtende Farbe für die Skateanlage hinterm Badehaus

Von den Hauptamtlichen der städtischen Jugendarbeit betreut, aber von ihnen selbst vorgeschlagen und in die Tat umgesetzt: die Benutzer der Skateanlage hinterm Badehaus haben unschöne Schmierereien so gut wie möglich beseitigt und mit viel Farbe der Anlage ein neues Outfit gesprüht . Foto: Ziesecke

Rödermark (chz) – Frische Farbe für die Skateanlage hinterm Badehaus: die betonfarbenen, einst sauberen Wände der Anlage hatten in den letzten Monaten einige unschöne Schmierereien abbekommen. Mehrere Hakenkreuze brachten schließlich bei den zumeist jungen Benutzern der Anlage das Fass zum Überlaufen. Sie baten bei Stephie Grabs, der Leiterin der städtischen Jugendarbeit, darum, in den Herbstferien selbst Abhilfe zu schaffen.

Doch trotz allerbestem Willen wurde es sehr schwierig, da die besondere Struktur und der abriebfeste oberste Anstrich der Anlage einmal Gesprühtes nie wieder ganz freigeben, trotz noch so viel Schrubbens und Bürstens. So musste ein besonders farbenfroher neuer „Anstrich“ aus der Spraydose her. Ein Frankfurter Profisprayer unterstützte das Team mit einem auffallenden, künstlerisch gestalteten Motiv.

Zudem prangen besonders augenfällig zur Straße nun groß und deutlich lesbar die Benutzerregeln für die Anlage. Von den Jugendlichen selbst entworfen, tauchen da auch Regeln auf, die ihnen sicher selber nicht leicht fallen werden: Regel 6 etwa, „Kein Ort für Partys!“, drückt deutlich den Wunsch der jungen Skater aus: Hier steht der Sport im Vordergrund und nur der Sport und die Gemeinschaft dabei.

Sogar auf Chinesisch ist die Skatebahn nun erkennbar, dafür hat der Skater Qian yu gesorgt. Positive Resonanz und Hilfe gab es vom Bauhof der Stadt und von Passanten – sogar eine ältere Dame mit Rollator freute sich über die Initiative der Jungen: „Gut, dass ihr euch selber drum kümmert!“ Ein Vater brachte nicht nur Material, sondern half selber tageweise mit.

Stephie Grabs, glücklich über so viel Eigeninitiative, hat gemeinsam mit den Jugendlichen schon das nächste Verschönerungs-Projekt im Auge: die Rückseite der Sporthalle neben der Feuerwache.

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