Kleiner Pieks rettet Leben DRK-Haus Bornheim ruft zum Blut spenden auf

Spender Bernhard Ochs wird von der Teamleiterin Melanie Lipka betreut, dahinter Theodor Brand. Foto: jf

Bornheim (jf) – „Nein, Sie müssen zuerst eine Treppe höher!“ Diesen Satz sagt der Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) viele Male an diesem Tag. Wer zum ersten Mal zum Blutspenden in das DRK-Haus in der Burgstraße 95 kommt, kann nicht wissen, dass vor der Spende Schritte zu erledigen sind.

Im ersten Obergeschoss sitzen Spender und essen. Andere füllen Fragebögen aus. Bernhard Ochs hat schon alles vorbereitet: „Heute spende ich zum 37. Mal“, sagte er. Und immer in diesem DRK-Haus. „Früher ging ich in die damalige Günthersburgschule, im Keller war ein Klub des Jungen Roten Kreuzes. So kam ich dazu“, erzählt der Bornheimer.

Neben ihm steht Theodor Brand, stellvertretender Landesbereitschaftsleiter des DRK. „Seit 1958 gehöre ich dem DRK an“, bemerkte er. Er weiß, dass trotz hoher medizinischer Standards „der ganz besondere Saft“, das Blut, immer noch benötigt wird. „Vor allem bei Unfällen sind wir auf Konserven angewiesen“, unterstreicht Brand.

Bernhard Ochs spendet Blut, „weil es gesund für die Menschen und für mich ist – wenn ich spende, regeneriert sich mein Blut“, erklärte er. Und deshalb kommt er immer wieder in seine alte Heimatbereitschaft zurück. Bei der Bundeswehr war Ochs eine Zeit lang als Sanitäter tätig. „Wir haben acht Spendentermine im Jahr, die Bereitschaft ist recht hoch – zwischen 150 und 180 Menschen kommen an einem Termin“, erläutert Brand. Noch sind es nicht gar so viele, die in den ersten beiden Stunden da waren, aber nach Feierabend wird es im Haus voll, weiß Brand. Von 14.30 bis 20 Uhr kann gespendet werden. „Zuerst wird der Spender erfasst, viele haben einen Spenderausweis.

Dann füllen die Menschen einen Fragebogen aus, ein Arzt misst Blutdruck und Temperatur. Weiter geht es zur Anmeldung und schließlich zum Spendenraum. Drei Ärzte sind dort anwesend, zwischen 400 und 500 Milliliter Blut werden abgenommen. 30 Tage ist das Blut haltbar. Doch dann wird es keinesfalls entsorgt, sondern in seine Bestandteile zerlegt und auch zu Medizin weiterverarbeitet.

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