Selbständiges Arbeiten und kurze Wege für Schüler

Freie Christliche Schule zieht im Sommer um

Beim Tag der offenen Tür an der Freien Christlichen Schule präsentierte sich auch die Schach AG. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Noch ist das neue Gebäude der Freien Christlichen Schule Frankfurt (FCSF) an der Orber Straße nicht ganz fertig, aber bereits im Sommer will die Privatschule, die derzeit noch an der Jakobsbrunnenstraße ihr Domizil hat, dort einziehen. Daher hatte sich die Schulleitung auch dafür entschieden, zum Tag der offenen Tür auf die Schulhausbaustelle einzuladen.

Das ehemalige Gebäude der Firma Weishaupt an der Wächtersbacher Straße wurde bereits umgebaut. Nun befindet sich dort die Turnhalle. Auch die gymnasiale Oberstufe lernt schon in den neuen Räumen. Nach dem Umzug soll dort dann die Nachmittagsbetreuung ihren Platz finden, erklärt Schulleiter Michael Hetterich bei einem Rundgang. Das neue Schulgebäude ist in unmittelbarer Nähe zur „Klassikstadt“ an der Orber Straße entstanden. Das ehemalige Bundeswehrlager ist zu Beginn der Bauarbeiten bis auf das Gerippe zurückgebaut und um zwei Stockwerke aufgestockt worden. Im Untergeschoss und den unteren Stockwerken wird derzeit noch schwer gewerkelt, während es im Obergeschoss schon deutliche Eindrücke von den großzügig geschnittenen, hellen und gut ausgestatteten Klassenräumen gibt.

Die Lehrer der Freien Christlichen Schule haben den Neubau geplant

Ein fünfköpfiger Bauausschuss – darunter auch der Schulleiter selbst – hat die Planungen übernommen und dabei seine Erfahrungen als Lehrer einfließen lassen. So war den Planern zum Beispiel daran gelegen, den Schülern kurze Wege zu ermöglichen sowie Transparenz mit viel Glas zu schaffen. Auch auf viele Feinheiten wurde geachtet. „Die Kunsträume haben schöne große Fenster. Die sind aber nach Norden ausgerichtet, damit kein direktes Sonnenlicht während des Unterrichts einfällt. Das gibt sonst harte Schatten“, erläutert Hetterich. Lobende Worte gibt es für den Architekten Frank Wolf, der die gewünschten Anforderungen umsetzte. „Aus der Zusammenarbeit ist eine Freundschaft entstanden“, sagt Hetterich.

Das Selbstlernzentrum ist das Herzstück des neuen Gebäudes

Das Herzstück des neuen Schulgebäudes ist das Selbstlernzentrum mit seinem gläsernen Dach. „Es ist eine Kombination aus Bibliothek, Förderzentrum und Medienzentrum“, sagt Hetterich. Im unteren Bereich werden den Schülern 18 Computerarbeitsplätze zur Verfügung stehen, 16 weitere ein Stockwerk höher auf dem Balkon. Die Wegebeziehungen sind so angelegt, dass die Schüler auch – auf Anordnung des Lehrers – während des Unterrichts an den PCs recherchieren können. Deshalb gehören zu den Klassenzimmern ebenfalls Computerarbeitsplätze dazu. Außerdem gibt es kleine Gruppenarbeitsräume. Durch das selbständige Arbeiten sollen die Schüler gut auf die Universität vorbereitet werden. Anregungen den Raumaufteilungen mit schnellen Verbindungen zu Computerarbeitsplätzen holten sich die Planer beim Besuch von Schulen in Finnland.

Neben Klassen- und Arbeitsräumen wird es an der neuen FCSF auch zahlreiche Fachräume unter anderem für naturwissenschaftliches Arbeiten, ein Schülerlabor, Räume für Kunst und Musik sowie Projekträume und eine Lehrküche geben. „Wir wollen keine Mammutschule mit vielen Klassenräumen werden. Die Schüler sollen lieber selbständig arbeiten können“, sagt Hetterich.

Die Freie Christliche Schule will ihre familiären Strukturen beibehalten

Derzeit besuchen 620 Mädchen und Jungen die FCSF, die Grundschule, Realschule und gymnasiale Oberstufe vereint. Im neuen Gebäude können rund 200 Schüler mehr aufgenommen werden. „Wir wollen überschaubar bleiben, denn die familiären Strukturen schaffen für die Schüler eine gute Lernatmosphäre“, führt Hetterich aus. Die Baukosten sollen sich auf rund 16 Millionen Euro belaufen, heißt es seitens des Schulleiters.

Michael Hetterich ist seit 25 Jahren Schulleiter der FCSF, die 1981 in Sachsenhausen gegründet wurde. 1990, ein Jahr nachdem die Schule an der Jakobsbrunnenstraße in Fechenheim heimisch wurde, fing Hetterich dort als Lehrer an, gehörte jedoch vor dieser Zeit bereits zum Verwaltungsrat. Dem Umzug im Sommer fiebern alle entgegen. „Am liebsten würden wir gleich hierbleiben“, sagt Hetterich.

Die Besucher informieren sich an zahlreichen Stationen über die Angebote der FCSF

Neben den neuen Gebäuden gab es beim Tag der offenen Tür zahlreiche Stationen wie „Mathe und Knobeln“, „Schach“, „Deutsch-Kino“ und den „Bewegungsgarten“ in der Turnhalle zu erleben. Wer wollte, konnte sich beim Backzutaten-Quiz versuchen, mit Insekten auf Tuchfühlung gehen oder sich an Ständen über Hochbegabtenförderung, Module in Arbeitslehre oder die Schulseelsorge informieren.

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