NABU Obertshausen erwartet Flussregenpfeifer am Angelweiher

Neue Kiesbank bietet Vögeln Platz zum Brüten

Zwei Mitarbeiter der Firma Garten- und Landschaftsbau Rudolph schütten den Kies mit einer Schubkarre auf das Vlies am Seeufer. Foto: p

Obertshausen (red) – Am Ufer der Halbinsel im Obertshausener Angelweiher hat der NABU Obertshausen eine Kiesbank als Brutmöglichkeit für den stark gefährdeten Flussregenpfeifer geschaffen. Die vorbereitenden Arbeiten waren von Ralf Brand vom städtischen Bauhof bereits Anfang Februar durch Mulchen der Fläche, Beseitigung der Wurzelstöcke von Robinien und Erlen und Einebnen einer 20 Quadratmeter großen Fläche durchgeführt worden.

Nun wurde ein Vlies ausgelegt und darauf eine Kiesfläche mit fünf bis 30 Millimeter großen Steinen aufgebracht. Bernhard Rudolph von der Firma Garten- und Landschaftsbau Rudolph hat das benötigte Material und zwei Mitarbeiter kurzfristig zur Verfügung gestellt, sodass die Kiesbank noch vor der erhofften Ankunft der Vögel angelegt werden konnte.

Der etwa Starengroßen Flussregenpfeifer besiedelte früher kiesige Ufer an naturnahen Gewässern. Durch deren Ausbau und Begradigung gingen diese Lebensräume verloren. Der Bodenbrüter kommt nur noch an Kiesgruben und Seen mit offenen kiesigen und nur schütter bewachsenen Flächen vor. Im Februar 2016 waren bereits die Gehölze auf der Insel im Weiher entfernt und die Kiesbank saniert worden. Durch den inzwischen stark gestiegenen Wasserspiegel ist die Insel deutlich kleiner geworden und derzeit leider nicht als Brutplatz für die Vögel geeignet.

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