Feier der Gemeinschaft der Pommernstraße im Hausener Norden wird zur Tradition unter freiem Himmel Pommern-Gang feiert 20. Straßenfest

Die Feuerwanne darf beim Straßenfest ebenso wenig fehlen wie die Marshmallows für die Kids und das Feuerwerk zum Finale. Foto: m

Obertshausen (m) – Es sind Treffen, die aus einer spontanen Feierlaune heraus entstehen oder aus generalstabsmäßiger Planung hervorgehen. Bei der „Pommern-Gang“ kommt eher die Version mit der intensiven Vorbereitung zum Zuge, dafür gelang den Anwohner im Hausener Norden aber auch wieder ein unvergessliches Straßenfest.

In den 80er Jahren war es ein Trend wie neonfarbene Jogginghosen oder die Neue Deutsche Welle. Jede gute Nachbarschaft hatte eins – eher spontan als perfekt organisiert. Ein paar Gartenstühle und Tische von der Terrasse auf die Stichstraße gestellt, den Grill angeworfen, Salate zubereitet und Kuchen gebacken haben - fertig war das Straßenfest.

Heute ist die Realisierung deutlich aufwendiger, berichten die Anrainer der Pommernstraße. Dennoch stieg kürzlich die 20. Ausgabe ihrer Geselligkeit unter freiem Himmel. Die Zutaten für eine erfolgreiche Tradition unter freiem Himmel sind offensichtlich, zählen ein paar Anwohner die Voraussetzungen für ein funktionierendes Fest auf. Den Initiatoren der Sause in Hausen kommt zugute, dass viele derselben Generation angehören. Sie zogen zur selben Zeit Kinder groß, und der Nachwuchs ist wohl ein Garant dafür, dass sich Eltern kennenlernen. Viele Familien leben in den Reihenhäusern am Eingang der Straße, auch die älteren Häuser auf der Westseite hatte damals die nächste Generation übernommen. Inzwischen sind viele der Sprösslinge flügge geworden und ausgezogen, einige Gründer der Fete haben ihre Immobilien gegen eine kleinere Einheit getauscht, haben also gar keine Adresse in der Pommernstraße mehr, kommen aber mit Salatschüsseln und Kuchenblechen vorbei. Dabei beschränkt sich der gute Kontakt nicht allein auf die Begegnungen beim Fest zum Sommerbeginn. Die „Gang“ ist auch beim Pub-Quiz im Bürgerhaus gefürchtet, räumte mit ihrem geballten Wissen schon so manchen Preis ab. Zum Team gehört auch Dieter Baumgartl. Der Radsportler der TGS schwelgt in Erinnerungen: Ein paar Kinder haben einmal gemalt, wie sie sich ihre Straße wünschen. Das Bild gelangte ins Rathaus, und dort haben sie beschlossen, die Fahrbahn fast wie in dem kleinen Kunstwerk zu einer Spielstraße umzugestalten, erzählt der Sportler.

Seit einigen Jahren wohnt auch Martin Keller, Mitglied der Hausener Rock-Band Jay-K, in der Pommernstraße. Vor ein paar Jahren hat er noch mit ein paar Kumpel aus einer Garage musiziert, jetzt schleppt er Eis in Plastik zu den Wannen mit Bier und Sekt. Das Zelt vom Roten Kreuz dient diesmal nicht als Regen-, sondern als Sonnenschutz. Jochen Faust, der zwei Straßen weiter wohnt, hat es für die Freunde mitgebracht. Kommunalpolitikerin Martina Biehrer lebt auch nicht in dem Promi-Viertel, kann es von ihrem Haus aus aber komplett überblicken und pflegt eine freundschaftliche Verbindung mit den Bewohnern.

Fester Bestandteil des Festes sind außerdem ein kleiner Tischkicker, indische Spezialitäten auf dem Büfett, die Nachbarn von dem Subkontinent zubereitet haben, und, weil es sich für eine starke Gang gehört, ein Feuer in einer schweren Metallwanne. Die Kinder, die bisher auf Matratzen in einer Garageneinfahrt Filme auf dem Smartphone geschaut haben, halten jetzt lange Stöcke mit Marshmallows an den Spitzen über die Flammen und genießen das Abenteuer. Und zum Finale zischen auch noch Raketen eines kleinen Feuerwerks in den Nachthimmel, das die gute Gemeinschaft im Hausener Norden erhellt.

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