Traditioneller Silvesterball im Bürgerhaus So feiert Obertshausen

Mit viel Tanz und Musik wurde im Hausener Bürgerhaus das neue Jahrzehnt begrüßt. Foto: m

Obertshausen (m) – In ein neues Jahr gelangt man am besten in netter Gesellschaft. Denken alle Jahre wieder auch in der „Kleinstadt mit Herz“ viele Bürger – und suchen nach einer öffentlich zugänglichen Silvesterparty. Mittlerweile gibt es in ganz Obertshausen nur noch eine einzige, den Ball im Bürgerhaus Hausen. Zum vierten Mal engagierte Wirt Miron Mioc die Jet Set Band XL.

Thomas „Tom“ Jeutter und sein Ensemble begrüßten ganz in weiß mehr als 400 Gäste mit sanften Melodien. „I Just Called To Say I Love You“ von Stevie Wonder erklang zum Start, „Movie Star“ von Harpo und einige Takte Wiener Walzer. Später gaben die Männer mit dem großen Repertoire Gas, heizten die Stimmung mit „Celebration“ von Cool & The Gang an.

Mit ihren Plätzen in der „gut’ Stub’“ der Stadt hatten die Besucher neben dem musikalischen auch ein enormes kulinarisches Büfett gebucht. Pochierter Lachs, Kaviar und Schinken auf Melone zierten die Vorspeisen-Karte. Allein zwölf verschiedene Hauptgerichte folgten, von Wild über Rind, Schwein und Lamm bis zu Fisch-Spezialitäten, dazu eine breite Beilagenpalette.

Mit ihrer neuen, international gefragten Sängerin Kim hatte auch der Jet Set den Hauptgang eingelegt. Die starke Stimme interpretiert die aktuellen deutschen Schlager von Helene Fischer und Andrea Berg, erinnerte mit souligem Timbre an Hits der amerikanischen Geschwister Richard und Karen Anne Carpenter und an den britischen Stern am Pophimmel, Amy Winehouse. Kim gefiel mit Disco-Stücken von Sister Sledge und Donna Summer aus den 70er und 89er Jahren, zu denen das Publikum erneut das Parkett bevölkerte. Zumindest bis zum Countdown auf Mitternacht. Das Restaurant-Team hatte alle Gäste mit Sekt versorgt, erst nach dem Austausch von guten Wünschen zog es viele nach draußen, um das Feuerwerk zu verfolgen. Nur wenige hatten Raketen, Knallfrösche oder Wunderkerzen mitgebracht.

Im Inneren gab’s immer noch reichlich von Kuchen und Cremes zum Dessert. Immer wieder richteten die Genießer am Büfett viel Lob und Anerkennung an Köche und Servicekräfte. Mioc hatte mit mehr als zwei Dutzend Mitarbeitern seit Wochen die stattliche Auswahl vorbereitet. „Das geht nur, weil meine ganze Familie mit anpackt“, erklärt Gastgeber Mioc. Neben seinem Bruder waren auch die Kinder, die zum Teil eigene Restaurants betreiben, im Einsatz.

Die X-mas-Party eine Woche zuvor wollen weder Mioc noch Jeutter weiterführen, verkündeten die beiden. Sie bedauerten den Ausstieg der Stadt, die alle Kosten für die Bürgerhaus-Nutzung dem Wirt auferlegte. „Jeder Tisch, jeder Lampe muss extra bezahlt werden“, erläuterte Mioc, der auch Kosten für Personal, Brandschutz und Musikrechte anführte.

„Diese Ausgaben können durch Eintritt, Imbiss- und Getränke-Verkauf nicht gedeckt werden“. Die Verantwortlichen der Kommune führten somit die Entscheidung herbei, dass die flotte Tradition vorm vierten Advent stirbt. Die Sause zu Silvester aber trage sich durch den pauschalen Teilnahmepreis.

Das Finale feierten die Musiker am frühen Morgen mit „Now Or Never“, „Jetzt oder Nie“, von Elvis Presley und traditionell mit „Purple Rain“ von Prince. Tanzfreudigen und Zuhörern gefiel das abwechslungsreiche und sehr professionell dargebrachte Musikprogramm, das sie mit viel Applaus würdigten.

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