Historiker Erhard Bus Vortrag über die Juden in Klein-Auheim

Das Foto zeigt das Haus der jüdischen Familie Hirschmann (Mainzer Straße 50) etwa im Jahre 1925. Foto: Heimatverein/p

Klein-Auheim (sofa) – Zum etwa 75-minütigen Powerpoint-Vortrag „Zur Geschichte der Juden Klein-Auheims“ mit Historiker Erhard Bus lädt der Heimat- und Geschichtsverein für Donnerstag, 10. März, um 19 Uhr ins Zentrum für Ortsgeschichte (Schönfelder Straße 1) ein.

Bus klärt über das hessische Judentum, insbesondere das Landjudentum, das bis zur nationalsozialistischen Verfolgung durch jahrhundertelange Verwurzelung in den Dörfern und kleinen Städten besonders ausgeprägt war, auf. Auch Klein-Auheim besitzt diese jüdische Vergangenheit. Der erste sichere Beleg für die Existenz von Juden in Klein-Auheim stammt aus dem Jahre 1709. Seitdem lebten bis zu ihrer Deportation im September 1942 kontinuierlich jüdische Familien in Klein-Auheim. Ihren höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung des Ortes hatten sie zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit etwa 3,5 Prozent. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erreichte die Anzahl der jüdischen Klein-Auheimer mit 47 vermutlich ihren nominellen Höchststand. Die Volkszählung vom 16. Juni 1933 gibt die Zahl von 37 jüdischen Klein-Auheimern an. Im Zuge der nationalsozialistischen Rassenpolitik verloren 22 jüdische Klein-Auheimer ihr Leben.

Der Vortrag zeigt die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in der Geschichte des mitteleuropäischen Judentums vom Mittelalter bis zur fast völligen Vernichtung durch die Nationalsozialisten auf. Der Eintritt ist kostenfrei.

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