Blasorchester des Musikvereins Dudenhofen begeistert unter neuer Leitung von Jan Henneberger Abschied von Dirigent Fenchel beim großen Orchesterkonzert

Beim Orchesterkonzert des Musikvereins Dudenhofen dankte und verabschiedete der Vorsitzende Jens Subtil (links) den langjährigen Dirigenten Rainer Fenchel. Die Ernennung zum Ehrendirigenten würdigte die jahrzehntelange Arbeit des Maestro. Rainer Fenchel bleibt als Ansprechpartner und Musiker dem Verein und dem Orchester erhalten. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Das traditionelle Orchesterkonzert sah erstmals ein neues Gesicht auf dem Dirigentenpodium. Jan Henneberger leitet seit 1. Mai das Symphonische Blasorchester des Musikvereins Dudenhofen (MV). Offizielle Auftritte mit ihm gab es bereits, zum Beispiel die Serenade am Backes Ende Juni. Nun leitete der neue Maestro erstmals das große Konzert hin zur Adventszeit.

Bevor Moderatorin Stefanie Rummel die Bühne betrat, griff der Vereinsvorsitzende Jens Subtil zum Mikrofon. Er thematisierte den Dirigentenwechsel und dankte dem scheidenden Rainer Fenchel für dessen langjährige Arbeit. Auf seine humorvolle Art erarbeitete dieser mit dem Orchester immer weitere Verbesserungen. Als Dank gab es eine Collage mit den Unterschriften der Musikerinnen und Musiker und die Ernennung zum Ehrendirigenten.

Symbolisch überreichte Rainer Fenchel danach an Jan Henneberger den Dirigentenstab.

Vorbereitet hatte sich das Dudenhöfer Orchester (städtischer Kulturpreisträger des Jahres 2013) in Zell im Odenwald. Der Vorverkauf für den Auftritt lief gut, im Bürgerhaus waren selbst alle Plätze auf den Seitenbühnen besetzt.

Unter der Überschrift „Von England bis Japan - eine literarisch-musikalische Reise“ zauberten die Musikerinnen und Musiker Klänge aus fernen Ländern aus ihren Instrumenten. Eröffnet wurde mit Alfred Reeds „The Music-Makers“.

Es folgte „Gallimaufry“ von Guy Woolfenden. Die Komposition unterteilte das Orchester in sechs Parts, und entführte so in das lebendige Treiben auf Englands Straßen vergangener Jahrhunderte.

Das Holzbläserquintett eröffnete den zweiten Teil mit dem „Bläserquintett B-Dur op. 56 Nr. 1“ von Franz Danzi. Dazwischen waren die Stücke ergänzt mit Soli: Der Geehrte, Rainer Fenchel, bewies seine Klasse, und präsentierte dem Publikum einfühlsame Klänge der Trompete.

Die Blicke richteten sich beim Konzert auch auf den neuen Dirigenten des MV. Zusätzlich zu seiner Dirigententätigkeit spielt der studierte Posaunist noch selbst in verschiedenen Orchestern mit. So arbeitet er beispielsweise bei der neuen Philharmonie Frankfurt zusammen mit Dr. Ralph-Philip Ziegler, dem Moderator des letzten Kamelien-Konzerts. Außerdem ist der 39-Jährige 1. Posaunist der Frankfurter Sinfoniker.

Seine Ausbildung zum Dirigenten absolvierte Jan Henneberger an der Deutschen Dirigenten Akademie und verfeinerte seine Kenntnisse im Privatstudium und durch Kursbesuche bei verschiedenen renommierten Kapazitäten des Blasorchester-Dirigierens, wie Douglas Bostok. Derzeit steht er unter anderem dem Blasorchester Mörlenbach vor und leitet in Mannheim auch Blechbläserensembles.

Als Gastdirigent ist er beim Stamitz Orchester Mannheim, sowie regelmäßig bei anderen Orchestern in der Region Darmstadt und Mannheim tätig.

Bei der Suche nach einem neuen Leiter setze sich Jan Henneberger gegen drei Mitbewerber durch. In einem Abstimmungsverfahren entschieden sich die MV-Musiker für ihn, er hatte sie von seinem Können überzeugt.

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