Blutspendewettbewerb des DRK

Blut ist gerade im Sommer begehrtes Gut

Für die Abwicklung eines Blutspendetermins braucht es viele helfende Hände. Ellen Abröll, Wilhelmine Frank und Rolf Wenhardt sind immer mit dabei. Der DRK Ortsverein Rodgau bat zum Aderlass. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Auch während der Ferienzeit waren die Ehrenamtlichen des DRK Ortsvereins Rodgau (DRK) aktiv. 21 Helfer erledigten die anstehenden Arbeiten beim jüngsten Blutspendetermin im Bürgerhaus Dudenhofen.

Blieb die Frage im Raum, warum das DRK just in der Ferienzeit zum Aderlass bat? „Der Bedarf an Blut ist erhöht“, erklärte die Vorsitzende Ellen Abröll. „Den Bedarf zu decken ist nötiger, als in Normalzeiten“, sagte sie.

Da in der Urlaubssaison zeitgleich viele der Stammspender in fernen Gefilden weilten, rief der DRK-Ortsverein den Wettbewerb unter Spendergruppen ins Leben. Nun galt es bereits zum sechsten Mal, aus einem Verein, einer Firma oder einer Organisation möglichst viele Mitglieder zum Aderlass zu bewegen. Es kamen 268 Freiwillige zur Blutspende, davon 21 erstmalig.

Acht Mannschaften hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Die meisten Spender stellte die Mannschaft „Tolle Sportler Venen“ (TSV Dudenhofen) mit 38 Spendern. Dafür erhielten sie einen Grillgutschein im Wert von 70 Euro. Den zweiten Platz belegte die Freiwillige Feuerwehr Rodgau-Süd. 24 Spender stellten sich in den Dienst der guten Sache. Dafür gab es vom DRK einen Grillgutschein über 50 Euro. 30 Euro erhielt „Männerchor/Cantiamo/Frauenchor“. Er schickte 22 Blutspender ins Rennen. Der Wettbewerb kommt an.

Besonderen Dank richtete Ellen Abröll an die Jubiläumsspender: Für die zehnte Spende kamen Gülay Nitschke, Alexandra Ritter und Julia Schäfer. Zur 50. Spende gingen Dirk Hürtgen, Silvia Neumann, Monika Paukstat und Jörg Ritter. Andrea Döbert bekam bereits zum 75. Mal Blut entnommen.

Ein herzlicher Dank ging auch an alle ehrenamtlichen Helfer. Dazu zählte ein Mal mehr Wilhelmine Frank. Im April 1958 steckte sie sich erstmals das Namensschild des DRK ans Revers. Seit Jahrzehnten ist sie somit das bekannte Gesicht an der Anmeldung des Roten Kreuzes. Während mehr als einem halben Jahrhundert war sie mit Ausnahme von drei Blutspendeterminen immer mit dabei. Sie erinnerte sich noch gut an die Zeiten, als alle Unterlagen mit der Schreibmaschine auszufüllen waren. Da klappt es doch heute mit dem Computer und dem Drucker besser.

Erneut kamen Neulinge zum Spendetermin. Der Veranstalter hatte jenen hierfür separate Begleiter an die Hand gegeben - eine helfende Hand für das erste Mal. Dabei war Blut spenden gar nicht so schlimm. Zunächst hieß es an der Anmeldung den Fragebogen auszufüllen. Wer erstmals vor dem zweiseitigen Ausdruck saß, brauchte dafür wenige Minuten. Erfahrene Blutspender wussten ganz genau, wo sie die Kreuze zum Thema Gesundheit zu setzen hatten. Dadurch ging alles sehr schnell.

Dann hieß es sich in Geduld zu üben, bis einer der Ärzte Zeit hatte. Meistens ging es schnell. Beim Doktor wurde der Blutdruck gemessen; die Frage nach der Verträglichkeit der letzten Spende gehörte zum Ritual.

Dann ging es weiter ins Labor zum Messen des Hämoglobinwertes. Dazwischen konnte noch ein Becher Tee oder Wasser getrunken werden, schließlich wollte der Kreislauf stabil bleiben und das Blut sollte bei der eigentliche Entnahme auch schnell in den Plastikbeutel fließen. Wenn danach die nächste Liege frei wurde, ging es zur Sache: Das Blut im Arm wurde etwas angestaut, die Adern traten hervor und es kam der „heiß ersehnte“ Piks. Somit war die einzige kleine Unannehmlichkeit in Sekundenbruchteilenverflogen und es blieb bein den Spendern das gute Gefühl, Menschen mit Verletzungen oder gar in lebensbedrohlichen Situationen helfen zu können.

Und da es anschließend noch eine Tafel Schokolade und eine Rindswurst gab, hatte sich doch der Besuch beim DRK für alle gelohnt.

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