VdK Ortsverband Dietzenbach feiert 70-jähriges Bestehen „Jeder Mensch kann von uns Hilfe erfahren“

Zum Gruppenbild stellten sich Dieter Lang (Erster Stadtrat), Bernd Koop (Bezirksverband VdK,) Brunhilde Biegner, Kurt Eckhardt, Christel Germer (Stadtverordnetenvorsteherin), Barbara Pollmann, Ulrike Alex (Landtagsabgeordnete), Stephan Schader (Volksbank Dreieich), Ali Mekadmi, Oliver Quilling (Landrat), Tuna Firat (Bundestagskandidat), Klaus Heierhoff (Landesverband VdK), Nikola Pengacevic (Vorsitzender Ortsverband Dietzenbach,) Werner Henke und Doris Schätzle dem Fotografen. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Vor 70 Jahren, genau am 23. August 1947, also nur gut zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, fanden sich rund 30 Kriegsgeschädigte und Betroffene im Saal der Gaststätte Zur Linde in Dietzenbach zusammen und gründeten offiziell den Dietzenbacher Ortsverband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e.V. (VdK) neu.

Mit einer großen akademischen Feier im großen Saal des Kreishauses in der Werner-Hilpert-Straße in Dietzenbach würdigte der Ortsverband jetzt diesen großen Jahrestag in den Reihen seiner Mitglieder.

Begonnen hatte eigentlich alles schon am 13. Dezember 1946, allerdings unter dem Deckmantel einer politischen Partei, denn alle Aktivitäten ehemaliger Kriegsteilnehmer betrachteten die Alliierten zunächst mit einem hohen Misstrauen und Argwohn.

Der VdK setzt sich seit seiner Gründung mit sehr viel Engagement für Soziale Gerechtigkeit und Belange der Benachteiligten in der Gesellschaft ein. Der Ortsverband, der mit 760 Mitgliedern zu den größten VdK-Verbänden in Deutschland gehört, ist ein fester Bestandteil in Dietzenbach.

Nikola Pengacevic, Erster Vorsitzender des Ortverbands, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und lobte das Engagement, das die ehrenamtlichen Mitglieder des VdK jeden Tag immer wieder leisten.

Er erzählte von der Gründung und dem Ansporn, die zu der Gründung führte.

„Jeder Mensch kann von uns Hilfe erfahren“, sagt Pengacevic. Sozialpolitisches Engagement, umfassende Beratung und Hilfeleistung um die Themen Anerkennung einer Pflege, Rente, Pflege und Gesundheit, gehören heute genauso zum Leistungsspektrum des VdK wie der häusliche Kontakt und die Betreuung hilfebedürftiger Menschen.

Der VdK setzt sich seit seiner Gründung für die soziale Gerechtigkeit und den zwischenmenschlichen Austausch ein. Eines seiner großen Ziele ist der Kampf gegen immer größer werdende Altersarmut und der unsolidarischen Gesundheitspolitik.

Landrat Oliver Quilling ging in seiner Ansprache auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein und dankte dem VdK für sein langjähriges hohes Engagement. Der VdK sei ein sehr wichtiger Ansprechpartner für die Kommunen.

„Dietzenbach braucht Ihr Engagement, denn Sie setzen sich für die Chancengleichheit schwacher Menschen und die soziale Gerechtigkeit ein.“ Er sprach dem Verband seinen hohen Respekt aus. Auch der VdK Landesverband sendete durch Klaus Heierhoff, stellvertretender Landesvorsitzender, seine Grüße. „Not schweißt zusammen“, sei das Motto, dass der VdK schon immer auf seiner Fahne trage. Heutzutage seien darüber hinaus Themen wie die steigende Alters- und Kinderarmut und die wachsende soziale Ungerechtigkeit nicht mehr wegzudiskutieren. „In Offenbach, sei jedes dritte Kind von guter Bildung abgeschnitten, das ist sehr traurig.“ Es gebe seiner Meinung zwar ein großes Angebot an Fördermaßnahmen, aber die würden zu wenig bewilligt. Die Chancengleichheit müsse gegeben sein. Seiner Meinung nach müssen schwache Mitglieder der Gesellschaft noch mehr Hilfe bekommen. „Wir müssen die Schwachen stärken, dass sie auch an die großen Früchte rankommen können.“

„Wer möchte, dass auch ein schwacher, kleiner Mensch einen Apfel pflücken kann, muss ihm eine Leiter hinstellen.“

Erster Stadtrat Dieter Lang überbrachte Grüße der Stadt Dietzenbach und lobte die Mitglieder des VdK für ihr herausragendes Engagement im sozialen Bereich. „Ihre Mitglieder reichen den sozial Schwachen Tag für Tag ihre helfenden Hände.“ Für ihn sei die Zusammenarbeit mit dem VdK immer sehr erfüllend. Besonderes Lob sprach er für die langjährige Vdk-Vorsitzende Brunhilde Biegner aus, die für ihr hohes Engagement 2015 mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurde.

Stephan Schader, Vorstandvorsitzender der Volksbank Dreieich, sieht Paralellen zwischen dem VdK und der Volksbank, denn beide seien aus der Not heraus gegründet worden. „Die große Mehrheit der Menschen braucht ein stabiles und gerechtes Sozialsystem und deshalb ist es wichtig, dass wir uns immer dafür einsetzen.“

Musikalisch begleitet wurde die Feier von Ayumi-Sophie Jung, einem erst sechs Jahre jungen und herausragenden Ausnahmetalent, die die Gäste mit ihrem Violinenspiel „Liebesgruß“ von E. Elgar und „Liebesleid“ von F. Kreisler zu begeisterten Ovationen von den Stühlen riss.

Der Internationale Chor sang die beiden Stücke „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Nehmt Abschied“, einem schottischen Lied.

Nikola Pengacevic freute sich über die hohe Anteilnahme und die vielen Glückwünsche. „Wir sind sehr dankbar, werden aber sofort wieder an die Arbeit gehen.“ Seine nächsten Aufgaben stehen auch schon fest. Unter anderem möchte er erreichen, dass Dietzenbach auch für Schwerbehinderte „barriefrei“ wird.

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