Fehlende Schutzausrüstung ist große Bedrohung Behindertenhilfe Offenbach bittet um Mundschutz-Spenden

Eine Mitarbeiterin der Behindertenhilfe Offenbach mit selbstgenähtem Mundschutz.  Foto: p

Kreis Offenbach (red) – Menschen mit Behinderungen gehören zu den von Corona besonders gefährdeten Personengruppen. Die Behindertenhilfe Offenbach tut alles denkbar Mögliche, um die von ihr betreuten Menschen zu schützen. Doch ausgerechnet die Ausstattung mit Mundschutz wird knapp. 

 

Deutschlandweit werden bei Pflegediensten, in Wohn- und Altenheimen und sogar in Krankenhäusern Schutzausrüstungen zur Mangelware. Dabei sind sie gerade dort besonders wichtig, wo viele Menschen zusammen sind, denn hier sind die Ansteckungsketten häufig besonders rasant. Auch Pflege und Assistenz in der eigenen Wohnung stellen momentan enorm hohe Anforderungen an Sicherheitsvorkehrungen und Schutzausrüstungen, da es zwangsläufig zu engem Kontakt zwischen pflegender und betreuter Person kommt. Die Behindertenhilfe Offenbach erhält seine Leistungen für Menschen mit Behinderung in der ambulanten Pflege und Assistenz und im Ambulant Betreuten Wohnen weiterhin aufrecht - unter noch höheren Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen. In ihren Wohneinrichtungen hat die Behindertenhilfe Offenbach ebenfalls die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und ein strenges Besuchsverbot eingeführt. „Die Menschen mit Behinderung, die wir zu Hause unterstützen und die in unseren Einrichtungen leben, sind besonders gefährdet, denn häufig haben sie eine oder mehrere Vorerkrankungen. Wir tun alles, um sie vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen.“, berichtet Alfred Fippl, Geschäftsführer der Behindertenhilfe Offenbach. Doch Schutzausrüstung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden. Dies kann zu einer großen Bedrohung für die zuhause betreuten Menschen oder die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohneinrichtungen sowie die Mitarbeitenden werden. 
Deshalb wendet sich Alfred Fippl an die Bevölkerung und bittet um Spenden von Mundschutz: „Selbstgenähter Mundschutz aus Stoffresten kann die Verbreitung von Corona verlangsamen - und Leben retten. Für jedes einzelne Stück sind wir dankbar.“ Form und Farbe sind dabei egal, die einzige Bedingung ist, dass der Stoff für den Mundschutz mit mindestens 60, besser noch mit 90 Grad waschbar ist. Wer die Behindertenhilfe Offenbach unterstützen möchte, findet im Internet viele Anleitungen zum Nähen von Mundschutz. 
Die zentrale Sammelstelle ist die Geschäftsstelle der Behindertenhilfe Offenbach in der Ludwigstraße 136, 63067 Offenbach. Der Mundschutz kann dort kontaktlos in einen neben der Haustür im Innenhof bereitgestellten Karton abgelegt oder per Post geschickt werden. In Ausnahmefällen oder bei besonders großen Mengen kann die Spende abgeholt werden. Wenden Sie sich dazu oder bei Fragen bitte an 069/8090969-12. 
Erste Spenden gingen bereits ein, beispielsweise eine ganze Ladung Mundschutz von einer Institution aus dem Kreis Aschaffenburg, aber auch von Privatpersonen. Unbürokratische Unterstützung kam von den Werkstätten Hainbachtal gGmbH und der ESO Offenbach mit kurzfristiger Versorgung von Schutzausrüstung. Alfred Fippl dankt allen Mitwirkenden und hofft, dass viele Bürgerinnen und Bürger diesem Beispiel folgen. Denn um die Mitarbeitenden dauerhaft zu versorgen und die betreuten Menschen durchgehend zu schützen, benötigt die Behindertenhilfe viele weitere Mundschutz-Spenden. Geschäftsführer Fippl ist es außerdem ein Anliegen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die noch im Einsatz sind, zu danken: „Sie arbeiten momentan jeden Tag unter hoher Belastung und sichern so das Wohlergehen der von uns betreuten und begleiteten Menschen. Dafür ein riesengroßes Dankeschön!“

 

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