Vorstandswahlen beim Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neue Gesichter, bewährte Sorgfalt

Der neu gewählte Vorstand des GHK: Heinz Schickedanz (von links), Herbert Hunkel, Petra Riesinger, Thomas Leber, Dr. Ferdinand Stegbauer, Ursula Thielen, Dirk Gieler und Angela Föll. Wegen Krankheit fehlte Chantal zu Ysenburg und Büdingen. Foto: Mangold

Neu-Isenburg (man) –Ganz gleich, zu was der Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) aufruft, den größten Raum im Haus der Vereine an der Offenbacher Straße bekommt er immer gut gefüllt.

Das verhält sich auch bei der Jahreshauptversammlung nicht anders, wo manche Themen besprochen werden müssen, die sich naturgemäß weniger unterhaltsam anhören als die Kommentare einer Liesel Dörr an gleicher Stelle ein paar Tage zuvor. Das Vereinsgesetz und die Satzung schreiben das aber vor.

Das undankbarste Ehrenamt in einem Club dürfte generell der Kassierer haben. Viel Ruhm lässt sich nicht ernten, aber der Kassenwart darf partout nicht daneben liegen. Am Ende wird alles unter die Lupe genommen. Wie immer kann auch in diesem Jahr niemand in der Aufstellung von Peter Ploch ein Haar in der Suppe finden. Angenehm sind die 7 268 Euro an Spenden, die 2016 nach einem Aufruf eingingen.

Die verwendet der GHK unter anderem für die geplante Publikation, die der Geschichtsclub bald herausgibt. Die Historikerin Dr. Heidi Vogel berichtet, wie weit sie mit ihrem „Neu-Isenburger Gesichtsbuch – Von der Hugenottensiedlung bis zur modernen Stadt“ ist. Sie habe 2013 angefangen und periodisch die Frage anhören dürfen, „wann bist du eigentlich fertig?“. „Nicht von Seiten des Geschichtsvereins“, betont Vogel. Dort gelte die Maxime, lieber sorgfältig als schnell. Im Moment arbeite sie am letzten von zwölf chronologisch aufgebauten Kapiteln. In dem ist auch die Rede vom Astronauten Thomas Reiter, der in Neu-Isenburg aufwuchs und 1977 an der Goethe-Schule sein Abitur ablegte. Für die Publikation stehen 2 500 Euro auf dem Plan.

Ein neuer Kassierer wird den Betrag überweisen. Peter Ploch hatte den Vereinsvorsitzenden Herbert Hunkel informiert, sich zur heutigen Vorstandswahl nicht mehr aufzustellen. Der Bürgermeister hatte Zeit, sich nach Ersatz umzuschauen. In Dirk Gieler fand er ihn. Der 44-Jährige stellt sich mit dem Hinweis vor, er sei zwar ein Kind der Region aber er müsse einen Makel gestehen: „Ich lebe in Langen.“

Das macht nichts. Schließlich ist der Isenburger von Natur aus tolerant, erst recht gegenüber einem Kassierer, der vom Fach ist. Der Bankbetriebswirt fungiert als Regionaldirektor für Neu-Isenburg bei der Volksbank Dreieich. Die Unterstützung seines Arbeitgebers, der auch zu den Sponsoren des GHK zählt, sei ihm sicher.

Außer Peter Ploch treten Christel Reinhardt-Seel und Wolfgang Kuhn nicht mehr an. Neben Dirk Gieler wählen die Mitglieder Petra Riesinger und Chantal zu Ysenburg und Büdingen in den Vorstand.

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