Rödermark: Kinder lernen Vieles über Elektrogeräte

Hochspannung mit „Inspektor Energie“

In der Kita Waldacker werden die Kinder für die Themen Energie, Umweltschutz und Recycling begeistert. Foto: p

Rödermark (red) – Spannung pur im Puppentheater! Auf unerklärliche Art und Weise ist der defekte Akkuschrauber des Sammelseppel verschwunden. Hat das nimmersatte Müllmonster, die allesfressende Hausmülltonne, damit zu tun? Nur mit großer Mühe und unter ambitionierter Mithilfe der Kinder im Publikum gelingt es Inspektor Energie, den Täter zu überlisten und den Akkuschrauber vor der falschen Entsorgung zu retten.

In der Kita Waldacker, die sich offiziell als „Haus der kleinen Forscher profiliert hat, ist an diesem Morgen wieder naturwissenschaftliche Fortbildung angesagt. Die „Gesellen“, so heißt die mittlere Altersgruppe der Kita, lernen mit dem Energie-Inspektor, was die korrekte Entsorgung von Elektroaltgeräten, Akkus und Batterien mit Ressourcenschutz zu tun hat, was sie selbst für die Umwelt tun können und warum Recycling so wichtig ist.

Wissen kindgerecht vermitteln

Nach dem einleitenden Puppentheater heißt es selber herausfinden, warum der Akkuschrauber auf keinen Fall in die graue Tonne gehört. „Woher nimmt das Gerät seine Energie? Was geschieht, wenn die Energiequelle versiegt? Wie kann man einen Akku mit Sonnen- oder Windenergie wieder aufladen?“ Fragen über Fragen, die „Inspektor Energie“ alias Rainer Gutermann und sein Assistent mit den kleinen Spürnasen kindgerecht inszenieren, phantasievoll und mit viel Mitmach-Spaß für alle klären. Unter kundiger Anleitung des staatlich anerkannten Erziehers dürfen die Kinder selbst Hand anlegen, mit Batterien und Akkus experimentieren und einen Akkuschrauber auseinanderbauen. So erfahren die Kinder auch, was alles in Batterien und in Elektro- und Elektronikaltgeräten steckt und wie wertvoll dies ist. So wertvoll, dass man Altgeräte nicht einfach wegwirft, sondern sammelt und zurückbringt, damit aus Alt Neu gemacht werden kann.

Urkunden für die "Gesellen"

Nach so viel Lernen, Ausprobieren und Aufpassen folgt natürlich die große Belohnung: Mit einer Urkunde, vom Inspektor persönlich unterschrieben und überreicht, werden die eifrigen Junior-Detektive zu Energie-Inspektoren ernannt. Mit einer letzten Ermunterung, selber fleißig Batterien und Elektroaltgeräte zu sammeln, bekommen sie noch eine Mini-Sammelbox. Zur Nachbereitung und Vertiefung des Themas erhält die Kita in der Amselstraße ein bebildertes Handbuch mit Anleitungen zum Experimentieren, damit das Thema nachhaltig im Kindergartenalltag verankert werden kann.

Finanziert wird die Aktion „Inspektor Energie“ von den Rücknahmesystemen für Gerätealtbatterien und der Stiftung elektro-altgeräte register (eam). Unterstützt wird die Bildungsinitiative, die das Institut für Innovative Bildungskonzepte in München realisiert hat, auch vom Umweltbundesamt. Schirmherrin ist die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. Seit dem Start im April 2012 hat Inspektor Energie von Rosenheim bis Sylt in allen 16 Bundesländern über 400 Kitas besucht und rund 9.000 Kinder zu Energie-Inspektoren ausgebildet. Viele Einrichtungen nahmen das Bildungsangebot in ihr Umwelt- und Mint Programm auf.

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