Kinderbüro und Messe Frankfurt übergeben Material an Kindereinrichtungen Farben, Papiere, Perlen

Madeleine Michaelis und Michael Reichhold mit den Spenden der Aussteller im Lager des Kinderbüros. Foto: Faure

Frankfurt (jf) – Das Lager des Kinderbüros ist eine kleine Schatzkammer: 50 Kindereinrichtungen können sich unter den Farben, Papiersorten, Perlen, Glitzersteinen, Bastelsets, Klebern, Stoffen, Scheren, Pinseln und Kneten das aussuchen, was sie brauchen.

Madeleine Michaelis vom Frankfurter Kinderbüro und Michael Reichhold, Objektleiter Creativeworld bei der Frankfurter Messe begrüßen die Mitarbeiter der Kindereinrichtungen – jede Einrichtung hat einen Abholtermin bekommen, so wird ein allzu großes Durcheinander vermieden. Vor zwei Tagen haben zwei Helfer die Spenden ausgepackt und aufgestapelt – die Produkte lassen jedes kleine Bastlerherz höher schlagen.

2010 stellten die Messen Creativeworld und Paperworld dem Kinderbüro erstmals Material zur Verfügung. „Es werden immer mehr Unternehmen, die sich an dieser Spende beteiligen, auch internationale Aussteller sind dabei. In diesem Jahr waren es 73“, erklärt Reichhold. „Und sie sind froh, dass sie ihre Materialien nicht wieder einpacken müssen, sondern dass sie einem guten Zweck dienen“, fügt er hinzu.

Die begehrten Artikel verschwinden aber nicht einfach so in den Einrichtungen, aus ihnen wird KinderArt. „Wir hatten 2011 die erste Ausstellung. Jede Einrichtung, die etwas aus den Spenden bekommen hatte, gab dafür ein Kinderkunstwerk an das Kinderbüro zurück“, erläutert Madeleine Michaelis. Nun haben die Kinder im Alter bis zu 14 Jahren fast ein Jahr Zeit, um ihre Arbeiten fertigzustellen.

Seit 2012 wird die KinderArt auf Postkarten verbreitet – zehn ausgewählte Kunstwerke gelangen so auch in die Öffentlichkeit. „Und unsere Ausstellung in den Räumen des Kinderbüros erregt jedes Jahr viel Aufmerksamkeit. Die Kunstwerke können auch gegen eine Geldspende erworben werden“, sagt Michaelis.

Das Geld kommt den Förderpatenschaften zugute, die Kindern, die keine Chance haben, ihre Begabungen zu entwickeln, Teilhabe ermöglichen – im Sportverein, in der Musikschule oder beim außerschulischen Zeichenunterricht. Diese Patenschaften finanzieren auch die Grundausstattung der Kinder.

Ein besonderer Service des Kinderbüros ist der Bringdienst – Madeleine Michaelis hat schon eine Liste vorbereitet. „Nicht alle Einrichtungen können Mitarbeiter schicken. Wenn das nicht möglich ist, telefonieren wir und bringen das Gewünschte in die Häuser“, erzählt sie.

Neben dem Lager steht ein buntes Mobil, es weist auf die Kinderrechte hin. „Das ist mir wichtig“, sagt Michaelis. Das Kinderbüro setzt sich für die Rechte der Jüngsten ein – deshalb steht auch auf jeder der zehn Postkarten der KinderArt auf der Rückseite eines dieser Rechte. Die Karten sind inzwischen sehr beliebt – nicht nur bei den kleinen Künstlern.

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