Informations-Abend zum Neubau der Klinik Rotes Kreuz Es geht nicht ohne Lärm

Bernd Wulff (von links), Leiter Technik und Bau, unterhält sich mit Pressesprecher Martin Camp-hausen, Gunnar Sevecke und Stefan Vankov. Foto: Faure

Ostend (jf) – Etwa 60 Interessierte waren am vergangenen Donnerstag der Einladung gefolgt und in den Veranstaltungsraum der Klinik Rotes Kreuz gekommen, um sich über Abbruch und Neubau in der Königswarterstraße zu informieren. Gunnar Sevecke, Geschäftsführer Finanzen und Strategie, begrüßte die Anwesenden: „Ein Neubau in der Frankfurter Innenstadt ist immer spannend.“

Stefan Vankov von Nickl & Partner Architekten München erklärte anhand einer Präsentation Details zum Neubau des Ärztehauses, das rechts an das bereits bestehende Klinikgebäude angefügt wird. Die Baustelleneinrichtung wird überwiegend im Innenhof des Klinikareals auf der rechten Seite der Königswarterstraße in Richtung Thüringer Straße aufgestellt. Dennoch muss der Gehweg auf dieser Seite gesperrt werden, Parkplätze fallen weg. „Wir werden auch die Königswarterstraße kurzzeitig sperren müssen, beispielsweise wenn der Kran angeliefert wird. Die Anwohner werden rechtzeitig, also acht bis vierzehn Tage vorher, informiert“, ergänzte Gunnar Sevecke.

Geplant ist eine öffentliche Tiefgarage mit 28 Plätzen im Untergeschoss des neuen Ärztehauses. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wird es Übergänge zur bestehenden Klinik geben. Das bisher an der Pfingstweidstraße gelegene Kardiocentrum wird in das neue Haus umziehen und modernste Einrichtungen wie drei Herzkathederlabore, einen Hybrid-Operationssaal und Räume für die ambulante Behandlung nutzen. Außerdem wird es eine radiologische Praxis geben.

Das Areal für das neue Haus ist etwa 1000 Quadratmeter groß. Dabei werden jedoch die beiden Obergeschosse und das Dach kleiner als die Erdgeschossfläche sein. Im Dachgeschoss, das noch weiter zurückgesetzt wird als die beiden Obergeschosse, ist – schallgedämmt – die Technik untergebracht. Die Gesamthöhe des Neubaus werde geringer als die gegenwärtig noch stehenden beiden Häuser sein.

Die Arbeiten beginnen im März mit dem Abriss der Häuser Königswarterstraße 8 und 10. Der eigentliche Baubeginn ist für April geplant, für den Rohbau sind acht Monate veranschlagt. Die Arbeitszeiten liegen werktags zwischen 8 und 19 Uhr, samstags soll nach derzeitiger Planung nicht gebaut werden. Im Februar 2018 soll alles fertig sein. Die Kosten für das neue Ärztehaus liegen bei 13,4 Millionen Euro.

„Was wird aus meinem Kastanienbaum im Hof?“, fragte ein Anwohner. Stefan Vankov erklärte: „Der bleibt stehen, die Wurzeln sind nicht breiter als die Krone, da kommen wir nicht ins Gehege.“

„Ist die neue Durchfahrt breit genug für Lkw?“, wollte ein anderer Bürger wissen. Sieben Meter Breite dürften ausreichen, erläuterte Vankov, die Radien seien bei der Planung beachtet worden. „Komme ich zu meiner Tiefgarage?“, wurde weiter gefragt. Sevecke und Vankov verwiesen auf die Internetseite: Alles soll online über www. rotkreuzkliniken.de/bau vorhaben_klinikroteskreu z kommuniziert werden. Außerdem werde eine Bau-Hotline unter Telefon 069 4071909 eingerichtet, die mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr erreichbar sei. „Viel zu kurz“, bemängelt eine Anwohnerin. „Wir werden sehen, ob wir das noch effektiver und besser gestalten können“, versprach Sevecke. Man sei um ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft bemüht, allerdings lasse sich eine Baumaßnahme in dieser Lage nicht ohne Lärm, Erschütterungen und Einschränkungen für die Anwohner durchführen.

Der gegenüberliegende Gebäudekomplex mit Tiefgarage in der Königswarterstraße 16 sei übrigens nicht von Baumaßnahmen betroffen, auch die Garage bleibe bestehen.

Für die Klinikmitarbeiter, denen während der Bauarbeiten weniger Parkplätze zur Verfügung stehen, würden Plätze in einer Tiefgarage in der Nähe angemietet.

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