Maingau Energie setzt auf breites Angebot / 100. E-Mobil im Einsatz „Sind auf einem guten Weg“

Obertshausen (thh) – Carsharing, Mobilitätsangebote für städtische Verwaltungen und der eigene Fuhrpark – die Zahl der Elektrofahrzeuge, die bei der Maingau Energie GmbH im Einsatz sind, steigt stetig. Nun hat der Energieversorger mit Sitz in Obertshausen die Hundertermarke gesprengt. Bis Ende des kommenden Jahres sollen weitere 30 Fahrzeuge dazukommen, kündigt Pressesprecherin Carolin Henneberg an. Der quietschgelbe neue Stromer kommt gerade frisch vom Folieren und ist nun fit für den Einsatz auf der Straße.

„Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Maingau-Geschäftsführer Richard Schmitz. Kann er auch, schließlich hat sein Unternehmen allein in den vergangenen vier Wochen rund 15 000 Kunden gewonnen. Weitere 10 000 sind es bei der gerade erst gegründeten Tochter Yippie, die sich auf das Digitalgeschäft spezialisiert hat.

Erweitert hat sich auch die Muttergesellschaft selbst. Neben den einstigen Kernbereichen, der Versorgung der Kunden mit Strom und Gas, sowie der Elektromobilität, haben die Obertshausener ihr Angebot in diesem Jahr auch um den Bereich der DSL erweitert (wir berichteten). In Kürze sollen auch Mobilfunkverträge folgen. „Da sind wir gerade dabei, unsere Partnerschaft weiterzuentwickeln“, erläutert Geschäftsführer Richard Schmitz.

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Weiter ausgebaut wird auch der Bereich der Elektromobilität. Vom E-Lastenfahrrad über Mitarbeiter- und Carsharingfahrzeuge bis hin zum Kleinbus reicht der Firmenfuhrpark inzwischen. Dabei testet das Unternehmen auch immer wieder Modelle verschiedener Hersteller, hat jüngst neben dem VW ID.3 auch das E-SUV Hyundai Kona bestellt. „Über unser Carsharing wollen wir den Nutzern so auch die Möglichkeit bieten, unterschiedliche Modelle auszuprobieren“, sagt er. Darüber hinaus betreibt die Maingau Energie mittlerweile 71 Ladestationen.

Gleichzeitig wolle man den eigenen Standort, dessen Ausbau noch nicht ganz abgeschlossen ist, großflächig mit Photovoltaikanlagen ausrüsten und zugleich auf Technik für intelligentes Laden zu setzen. „Das Ziel ist natürlich, ein Stück weit autark zu werden“, betont Richard Schmitz. Zugleich wolle das Unternehmen damit auch Erfahrungen sammeln, die es etwa an Gewerbekunden weitergeben kann.

In den kommenden Jahren will Schmitz mit seinem Team das Ökosystem der Maingau Energie kontinuierlich weiterentwickeln. Sein ehrgeiziges Ziel: Die Kunden brauchen in allen Lebensbereichen die „Maingau-Welt“ nicht mehr verlassen. Im Blick hat der bekennende Tesla-Fan daher weniger die großen Energiekonzerne wie EON oder RWE, sondern keine geringeren als die Internetriesen Amazon und Google, die längst über ihre klassischen Geschäftsbereiche hinausgewachsen sind und etwa Zahlungsdienste sowie andere Leistungen anbieten.

„Auch wir müssen weg vom einzelnen Produkt denken“, ist sich Schmitz sicher. Dazu braucht es ein breites Ökosystem, das letztlich alle Angebote bereit hält, die die Kunden für ihren täglichen Bedarf brauchen.

Dieser Wandel gelte freilich auch für die Beziehung zwischen Kunden und Versorger, erläutert Schmitz und spricht dabei vom sogenannten „Prosumer-Denken“. Denn längst sind die Kunden nicht mehr nur Konsumenten, sondern gleichzeitig auch Produzenten – etwa im Fall der eigenen Solaranlage auf dem Dach. „Wir wollen bewusst kein verkrampfter Versorger sein“, betont der Geschäftsführer der Maingau Energie.

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