Farbenfrohe Sitzungsstunden der schwarz-weißen Fastnacht in Steinheim mit Nasensuche und Paradiesvögeln

Standing Ovations beim CCSW für die 13-jährige Emelie Horch

Fantastisch und damit auch zum Motto beim CCSW passend: Die „Glücksbärchis“ der Piccolinos unter der Leitung von Josephine Lo Coco und Janine Delarü. Foto: mini

Staanem (beko) - 20 Programmpunkte, Tänze, Protokoller, „Sprichwörtliches“, Paradiesvögel, die begeisternden Flying Potatoes mit den selbst geschneiderten Kostümen und der fast noch neue Pfarrer auf der Bühne des Carneval-Clubs Schwarz-Weiß (CCSW) in Steinheims Kulturhalle. Eigentlich es ist verdammt schwer bei den rund 200 Akteuren jemand ins Rampenlicht zu stellen beim anschließenden Pressebericht, doch die Redaktion hat sich dann doch klar für ein Handwerkerkind entschieden. Aber dazu später mehr.

Mit der Staanemer Hymne und der Fahnenparade startete der CCSW in sein fast sechs mal elftes Sitzungsjahr. Die PinguKapelle rund um Jutta Schnadt stimmte auf einen Abend ein, der einmal mehr zeigte, wie familiär und nahezu professionell Fastnacht gefeiert werden kann, von der vorzüglichen Technik angefangen über die Bewirtung und das ausgezeichnete Bühnenbild und Poster im Saal von Gernot Pförtner und Heinz Kreis bis hin zum fast vollständig eingehaltenen Zeitplan.

"We make Fastnacht great again!"

Der Elferrat mit Sitzungspräsident Andi Sticher an der Spitze hielt Einzug in die Narrhalla und es zeigte sich gleich zu Beginn: „Der CCSW ist nicht nur zum Schein, ein äußerst lustiger Verein“ und als Gäste lauter Narren. „We make Fastnacht great again“, posaunte Andi Sticher ins Narrenvolk, Frage war nur, was will man noch besser machen beim CCSW? Lu Pullmann hatte das Barteam nochmal eingeschworen, bevor er zu den Elfern davoneilte, die Orden von Jürgen Pohl kreiert, liegen längst bereit, die Lollipops unter Leitung von Sabih Cesira und Denise Thom traten als Mystery Girls auf und sogleich waltete der Protokoller in Person von Thomas Franz seines Amtes.

Gekonnt schlug er Brücken von der Weltpolitik und dem Sport zur Bundespolitik und natürlich zu Staanem und dem geliebten Stadtteil etwas weiter südlich, griff das „heiße Eisen“ Grundsteuer auf, wähnte den Grünen-Politiker Anton Hofreiter als perfekte Urlaubsvertretung für Klaus Schmidt im Maa-Äppelche, blickte auf die Demo gegen eine Senioren-Wohnanlage in Klanaam und fragte sich, ob es auch ein „Leben vor dem Rondo“ gegeben hat.

Mit Clownsfantasien führte die Gruppe „Staanemer Blut“ mit Leiterin Dagmar Horch die Narren in ein „Wolkenland“, die Piccolinos präsentierten sich unter leitung von Josephine Lo Coco und Janine Delarü als Glücksbärchis und der eamtierende Bundesäppelwoikönig Klaus Schmidt begeisterte nicht nur mit seinem Lied „Uff de Ludwigstraß nachts um halb eins“.

"Am Brunnen vor dem Tore"

Raimund Möser empfahl sich derweil als Komiteeanwärter und unterstützt von Technikmaus Laura Klose begab sich die Musical Family dorthin, wo die Sterne funkeln, ins Weltall. Auch hier wieder, wie bei allen Gruppen hervorragend geschneiderte und gestaltete Kostüme, was dann bei den Flying Potatoes zum Abschluss des ersten Sitzungsteils umso deutlicher wurde. Doch bevor Charlotte Sticher als Nasweischen und Cornelia Kram als Fastnachts-Spaßbremse gemeinsam mit ihrer Gruppe in ausgezeichneter Weise auf Nasensuche gingen, gab’s das Debüt des Abends mit der 13-jährigen Emelie Horch in der Bütt’ als Handwerkerkind. „Mein Papa ist ein Supertalent: Heimwerker mit Köpfche und zwaa linke Händ!“ Standings Ovations für das Mega-Talent der Staanemer Fastnacht, da legt sich die Redaktion der HeimatPost mal fest.

Tänzerisch die Walpurgisnacht verkörperte nach der Pause die Gruppe „Spotlight“, anschließend war klar: Da sollten drei fastnachtliche Spitzenkräfte folgen, um ein Stück nahe dem Lindenbaum „Am Brunnen vor dem Tore“ zu spielen, dem „Herz von Steinheim-Süd“. Niemand anderes als Hannelore Sticher, Herold Christa Grünbecken und Minnesänger Pfarrer Lukasz Szafera, ein Typ wie Richard Löwenherz, brachten den Saal zum Toben.

Sahnehäubchen des Abends

Weiter ging’s mit der Gruppe „Las Estrellas“ als Paradiesvögel und Frauenfantasien mit der Truppe „Flasche Leer“ unter Leitung von Larissa Dücker, die ihre jungen gut gebauten Männer an einer Kette auf die Bühne führte. Wie man einen Vortrag lediglich mit dem Aneinanderreihen von Sprichwörtern unter Einbindung des Publikums gestalten kann, bewiesen eindrucksvoll Frank Diwisch und Wolfgang „Zoppo“ Müller. Ob Mitideengeber Rainer Herbert für die abschließende „fantastische Sitzung“ verantwortlich zeichnet, konnte nicht definitiv ermittelt werden. Mehr wollen wir auch gar nicht verraten, denn die beiden nächsten CCSW-Sitzungen stehen ja noch auf dem Programm. So viel nur: Ende gut, alles gut!

Das närrische Publikum dann nochmal so richtig eingebunden haben die Trolls, die Gruppe „Yellow Snow“ mit Michel Friese, Stefan Schwickert sowie Andi und Alex Sticher, die den ganzen Saal zum Tanzen brachten.

Nach der Blechbüchsenarmee (angeblich mit echtem Büchsenfleisch) der „Blauen“ unter Leitung von Michelle Amato-Richter blieb noch das Sahnehäubchen des Abends, die Aktiven der Jahreskappenträger 2017, der Gruppe „Scrabble“, geleitet von Sandra Sticher und Melanie Rehn, bevor es zum Finale wieder hieß „Ole Fiesta“ und „Schwarze, süße Natascha“.

Viele weitere Fotos aus der CCSW-Sitzung im zweiten Teil in unserer großen Bildergalerie.

Fotos vom ersten Teil der Steinheimer CCSW-Sitzung hier.

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