Dudenhöfer feiern Kerb spät im Jahr Ausgehen, Feiern und viel Musik bei Vereinen

Die Straßen-Kerb in Dudenhofen zog Menschen zum Karussell, zur Schießbude und zum Fische angeln. Annelie und Johann zogen die dicksten Fische an Land. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die Dudenhöfer nutzten die Feierlichkeiten um die Kirchweih zum ausgiebigen Ausgehen und zu bunten Feierrunden. In Chören wurde gesungen und musiziert, wie beim Wanderclub Edelweiß. Klubs und Jahrgänge nutzten das Festwochenende für gemütliche und fröhliche Stunden in den Lokalen des Stadtteils. Für Familien gab es den Rummel auf dem Ludwig-Erhard-Platz.

Eine der Feierhochburgen lag im Süden Dudenhofens. Dort feierte, wie schon seit 15 Jahren, erneut die Formation Hot Stuff einen umjubelten Auftritt. Die Organisatoren vom Tennisclub Rodgau-Dudenhofen füllten wiederum das Festzelt Am Eppertshäuser Weg. Wie jedes Jahr blieb auch 2019 das Publikum in Bezug auf die Stimmung auf Spitzenniveau. 20 Helferinnen und Helfer packten mit an, um das Fest zu einem gelungenen zu machen. Durch die Fusion der Dudenhöfer Tennisvereine kamen die fleißigen Hände aus allen Bereichen.

In Dudenhofen gipfelten die Kerbfeierlichkeiten auch im Konzert der Lieblingsband. Beim TSV Dudenhofen brachte die Formation die Menschen im Saal in Stimmung. Die veranstaltende Fußball-Abteilung wird seit Frühjahr von Jens Kohl geleitet. Ausgelassen wurde beim TSV in der vollen Halle getanzt und gesungen. Die DJs legten vor dem Konzert House-Music auf. Beim traditionellen Kerbball der Fußballer in der Forsthausstraße tanzte und sang das Publikum die Stücke der Musiker mit. Die Musikauswahl traf den Nerv des jungen Publikums.

Bei all den Feierlichkeiten durfte ein Blick auf die Historie nicht fehlen. Traditionell feierten die Dudenhöfer ihre Kerb erneut spät im Jahr. Während die anderen Stadtteile von Nord nach Süd mit ihrer Kerb bereits im August begannen, hat die späte Kirchweih in Dudenhofen ihre Gründe in der von Landwirtschaft geprägten Zeit. Der zweite Sonntag im November gilt als Termin, kurz vor Ende des Kirchenjahres. „Nach wie vor will der Dudenhöfer seine Kerb feiern, und zwar gründlich“, heißt es dazu im Buch „Dudenhofen - wie es einmal war“ von Manfred Resch. Die landwirtschaftliche Prägung bis in die jüngste Vergangenheit schloss somit die Feierlichkeiten im Sommer wegen der Heuernte aus, im Herbst hatten Kartoffel- und Rübenernte Priorität.

Noch bis ins Jahr 1912 wurde Kerb mitten in der Woche gefeiert, heißt es weiter in den Auszügen aus dem Buch. Sonntags wurden die Kirchweihfeierlichkeiten „angetrunken“, der Kerbbaum geholt, den Mädchen mit bunten Bändern schmückten.

Aus einer anderen Quelle wird für die späte Kerb „wohl eine vergessene Einweihung der Dorfkirche dafür bestimmend“ herangezogen. Nähere Angaben wurden hierzu allerdings in dem Schriftstück nicht gemacht.

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