Drachenfest am Badesee bei teils heftigem Wind Wer hängt hier an der Schnur?

Beim 31. Rodgauer Drachenfest stiegen vor dem Eingang des Strandbads unzählige kreative Fluggeräte in die Lüfte. Die Freunde des bunten Drachensports zeigten neue Ideen in puncto Choreografie sowie Einfallsreichtum in Bezug auf Formen und Farben. Grundschüler aus Rodgau malten mit, sie gestalteten Flieger ganz nach eigenem Geschmack. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Alljährlich tanzen beim Drachenfest bunte Gaukler am Himmel. Wo sich sonst häufig in der Vergangenheit bunte Luftspiele gegen blauen Himmel absetzten, herrschte bei der 31. Auflage des Familienfests zunächst graue Tristesse.

Beim Aufbau am Freitag wurden die 20 Helfer immer wieder nass. Am Samstag Vormittag verhielt es sich nicht viel anders. Die Besucher kamen zum Mittag trotzdem. Das Spektakel über den Wiesen am Rodgauer Strandbad war erneut ein Magnet für Familien mit Spaß an Farben und Bewegung. Denn für die Kinder stand erneut eine eigene Fläche für deren erste Übungen mit Drachen bereit.

Am Samstag um 14 Uhr räumten die Erwachsenen das Feld. Sie machten Platz für Rodgauer Grundschüler. Ein Energieunternehmen aus Offenbach trat als Sponsor in Erscheinung, im Vorfeld gingen so 350 Drachen blanko an alle Rodgauer Grundschulen. 14 Klassen machten mit, beim Bemalen der kleinen Fluggeräte. In bunten Regenbogenfarben oder mit Drachen auf den Drachen coloriert, ließ der Nachwuchs die Eigenkreationen steigen. Die Schönsten verdienten sich Lenkdrachen als Belohnung, für alle anderen Kinder gab es ebenfalls Preise.

Der Blick richtete sich minütlich nach Westen zu den herannahenden Wolkern. Trotz der Unbeständigkeit gab der Vorsitzende Detlev Hofmann die Devise aus: „Wir lassen das Fest starten“. Die Drachenjongleure waren erfahren genug, bei aufkommenden Schauern die empfindlichen Fluggeräte einzuholen. Selbst bei Nässe waren die dünne Stoffe schnell wieder trocken. Anders war es bei den Zelten, die der Veranstalter aufgebaut hatte. Auch dort galt die Devise, am Sonntag Abend alles möglichst trocken einpacken zu können.

Die bevorzugte Windstärke, um Freude an Flugdrachen genießen zu können, liegt bei 2,5 Beaufort. Zeitweise war genug Luftkraft gegeben, um auch den 16

Meter lagen „Blauwal“ eines Gastes aus dem Badischen über dem Boden zu sehen. Eingekauft wurde das riesige Tier in Neuseeland. Ein „Riesenkrake“ gesellte sich dazu; außerdem zappelten die drei großen rosa Schweinchen im Luftstrom, sie gehören längst zum Inventar der Festivitäten.

Trotz allen Windes konnten erfahrene Freunde des Hobbys nicht zufrieden sein. Als böig, ruppig und permanent drehend wurden die Bedingungen bezeichnet. Wer hängt an der Schur, Mensch oder Fluggerät? Diese Frage stellte sich so manchem Besucher. Die Verhältnisse waren schwierig.

Am Sonntag Morgen und Mittag blieb es trocken. Der Wind wurde beständiger. So tanzten sonntags teilweise mehr als 70 kleine und große Fluggeräte am Himmel. Wind hin oder her, die Besucher hatten viel Spaß an dem Himmelsspektakel.

Für seine Treue ehrte Hofmann Klaus Deuser für 25 Jahre Mitgliedschaft im Aiolos-Drachenclub.

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