Ultramarathon lockt 845 Menschen an den Start „Rodgau muss man gelaufen sein“

Beim Ultramarathon des Rodgauer Lauftreffs gingen 845 Athleten an den Start. Die Traditionsveranstaltung schickte bereits zum 20. Mal Sportler durch die Dudenhöfer Gemarkung. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Seit zwei Jahrzehnten macht der Rodgauer Lauftreff (RLT) die Stadt mit seinem Ultramarathon bekannt. Der 50 Kilometer-Lauf gilt als der best besetzte in der ganzen Republik. Bürgermeister Jürgen Hoffmann gab um 10 Uhr gab den Startschuss.

Es gingen 845 Frauen und Männer aus Deutschland und dem Ausland ins Rennen, darunter Bestplatzierte der letzten zwei Jahre. Letztendlich schafften 532 Teilnehmer die komplette Distanz rund um das Naherholungsgebiet Gänsbrüh. Bei den Männern querte Jan Kerkmann von der TSVE 1890 Bielefeld als Erster nach 3:01:45 die Ziellinie. Bei den Frauen gewann Susanne Gölz (LG Ultralauf) in 3:42:36.

Eine Stunde vor dem offiziellen Beginn hatten sich bereits einige Langsamere auf die Strecke begeben. Mannschaftsnamen wie Ultraschnecken und die Berliner Mauerwegläufer waren mit dabei auf den zehn Runden durch Dudenhöfer Wald und Feld. Das Mikrofon in der Moderatorenposition hielt erstmals Jochen Heringhaus in der Hand. Nach 31 Jahren seiner Tätigkeit neben Deutschlands Laufstrecken war es für ihn eine Premiere an der Gänsbrüh.

Für Helfer wie Dietmar Löw begann der Wettkampftag früh morgens. Um 6.45 Uhr sammelten sich viele der Ehrenamtlichen rund um die Veranstaltungsstrecke. Die sieben mit Walkie-Talkie ausgestatteten RLTler stimmten sich ab über noch offene Parkplätze entlang der Wege. Dieses Jahr konnte auf einem Acker am Fuß der Brücke an der Opelstraße geparkt werden. Bis 30 Minuten vor dem offiziellen Start präparierten Helfer die Strecke. Die Spitzkehre wenige hundert Meter nach dem Start war vereist; dies wurde aufgekratzt und mit Splitt entschärft.

Gutes Laufwetter

Für die Läufer herrschten gute Bedingungen, Plusgrade und leicht windig. Vor dem Start hoben viele die Handys zum Schießen eines Erinnerungsfotos. Noch schnell eine Kleinigkeit essen und natürlich die Muskulatur aufwärmen, dann konnte der Startschuss fallen. Einige hüllten sich dick ein, Andere starteten in kurzen Hosen. Ein Athlet machte sich barfuß auf die Reise.

Immer mit dabei Udo Heussner als Radbegleitung des Führenden. Für ihn galt es drei Stunden die Füße auf den Pedalen zu lassen. Seine Konzentration war gefragt beim Umkurven der Überrundeten. Deshalb wurden die Sportler bei der Anmeldung auf das Unterlassen musikalischer Beschallung per Kopfhörer gebeten. Reinhard Geppert begleitete die führende Frau auf dem Fahrrad. Weitere Helfer stellten die Ernährung der Aktiven sicher: Kekse, Bananen, Müsliriegel, Äpfel und Getränke gab es im Zielbereich und auf der Strecke.

Vor zwölf Jahren siegte bei den Männern Jan-Albert Lantink. Auch beim 20. Geburtstag des Rodgauer Ultramarathons war der Holländer ein Teil des Pulks. Die Ehrerbietung gegenüber der Traditionsveranstaltung fasste er sozusammen: „Rodgau muss man gelaufen sein“. Zum 20. Rundlauf bekam jeder Starter eine Ehrenmedaille.

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