Zwei Ausstellungen im Herzen Dudenhofens Vergänglichkeit in der Kunst und Bauhistorie

„unendlich endlich“ heißt die aktuelle Ausstellung im Rektor-Geißler-Haus über dem Standesamt. Zur Eröffnung kamen an die 100 Besucher. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Im Herzen Dudenhofens hatten die Gäste die Wahl zwischen zwei Ausstellungen. Zum einen lud die städtische Agentur für Sport, Kultur und Ehrenamt (Akse) zur fünften Ausstellung in die Rodgau-Galerie. „unendlich endlich“ wurde die Veranstaltung betitelt. Die Kunstwerke sind Ausdruck, wie die Köpfe dahinter den Begriff der Vergänglichkeit in Materie fassen. Im Rektor-Geißler-Haus in der Nieuwpoorter Straße 90 stellen noch bis zum 8. April 41 Künstler ihre Werke aus.

„Alles was der Zeit unterliegt, ist endlich und vergänglich“, nahm Stadtrat Winno Sahm bei der Eröffnung im evangelischen Gemeindezentrum die Thematik auf. Er bezeichnete die aktuelle Aufstellung als umfänglichstes Projekt, seitdem das Standesamt auch als Galerie genutzt wird. Denn mehr als 60 Kunstschaffende wurden von Akse angesprochen, sie schickten Fotos und Beschreibungen von mehr als 200 Arbeiten.

Der Impuls für das Thema kam von den ehrenamtlich Tätigen der Hospizgruppe der Johanniter. Laut Christina Dölle wurde dort der Gedanken geboren, Tod und Sterben mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Christina Dölle ist die Hospiz- und Pflegedienstleiterin der neuen Einrichtung am Wasserturm.

Felicitas Väth, Leiterin des Hospizdienstes der Rodgauer Johanniter, betonte den Charakter der Wanderausstellung. Nach der Schau im Geißler-Haus geht es für die Kunstwerke nach Dreieich in die Winkelsmühle. Ab Juni werden sie im Hospiz zu sehen sein.

Währenddessen lief im angrenzenden Gotteshaus eine Ausstellung zu 250 Jahre Kirchengebäude. Schautafeln und Vitrinen zeigten Fotos, Exponate und wissenswerte Fakten zum sakralen Bau. Der Beschluss für den Neubau fiel auf einer Gemeindeversammlung am 8. September 1768. Grundsteinlegung war 1769. Steine kamen per Schiff über den Main nach Seligenstadt.

Am 3. Mai 1890 schlug ein Blitz in den Kirchturm. 1827 baute die Gemeinde die Empore über der alten Sakristei für die Orgel.

Alte Fotos gewährten Einblicke in die Veränderungen. Leider fehlte diesen oft ein Datum, sodass die zeitliche Zuordnung nur anhand der baulichen Veränderungen gelang.

1896 wurde die Decke bemalt mit einem Motiv der Bergpredigt. Dieses wurde bei Renovierungsarbeiten 1947 übermalt.

Dudenhofen feiert in 2020 neben dem Kirchenjubiläum mehrere Vereinsjubiläen und -geburtstage. Die Broschüre „Dudenhofen feiert“ zeigt alle Termine.

Gerald Klein hatte an die 100 Gäste im evangelischen Gemeindezentrum zum Rundgang durch die Ausstellungen begrüßt.

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