Konzert „Lieder für den Frieden“ auf dem Harmonieplatz Musik, Lieder und Texte zum Gedenken an die Opfer

Auf der Bühne vorm Thesa standen bei dem Konzert unter dem Motto „Lieder für den Frieden“ unter anderem Sadegh Moazzen (links) und Solmaz Mirzaei. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen.

Sechs Jahre später endete er mit der bedingungslosen Kapitualtion des Deutschen Reichs und Japans mit vielen Millionen Toten. Viele Menschen hatten ihr Hab und Gut verloren, viele mussten ihre Heimat verlassen.

Zum Gedenken an die Opfer, die Kriege fordern, wird der 1. September als Gedenktag begangen. Es soll daran erinnert werden, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ finden alljährlich Kundgebungen und Veranstaltungen statt.

Dieses Jahr beging die Arbeiterwohlfahrt Dietzenbach den Gedenktag mit einem Konzert mit dem Titel „Lieder für den Frieden“ auf dem Harmonieplatz.

Solmaz Mirzaei Jenaghard, Franz Gajdosch, Sadegh Moazzen und Reiner Wagner sangen Lieder und trugen Texte vor. Mirzaei ist eine junge Iranerin, die erst im Februar 2019 aus ihrer Heimatstadt Teheran nach Deutschland flüchtete und sich seitdem für die Rechte der Frauen einsetzt.

„Gerade für uns Frauen ist die Situation im Iran unerträglich“, berichtete sie. „Wir dürfen nicht singen, nicht Fahrradfahren und haben auch sonst sehr wenig Rechte.“ Begleitet wurde sie von Gitarrist Sadegh Moazzen. Der Musiker, Produzent und Komponist, der die internationale Musikgruppe „Grenzenlos“ leitet, lebt seit 35 Jahren in Deutschland und setzt sich seitdem für die Rechte von Flüchtlingen ein.

Ein Musiker, der die Liedermacherzeit selbst miterlebt hat, ist der Dietzenbacher Franz Gajdosch. Er stellte mit seiner Musik die Frage: „Wann wird endlich aus der Geschichte gelernt?“ Dazu passend hörten die Zuschauer Lieder von Hannes Wader und John Lennon. Moderator Reiner Wagner führte durchs Programm und las politische Texte und Gedichte. „Ein historischer und geschichtsträchtiger Abend“, resümierte Awo-Mitglied Reinhold Niembs. „Wir sind Reiner Wagner dankbar, dass wir die Veranstaltung hier abhalten konnten.“ Seinen Dank richtete er auch an die Stiftung Demokratie Leben, ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das das Konzert unterstützte.

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