Städtische Mitarbeiter helfen bei Kontrollen der Hygienevorschriften Stadtpolizei wird aus dem eigenen Haus unterstützt

Dietzenbach (ans) – Die Stadtpolizei erhält Unterstützung aus dem eigenen Haus. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, stehen mit den gestiegenen Infektionszahlen auch die Kontrollen der Hygienevorschriften im Stadtgebiet erneut im Fokus der Ordnungsbeamten. Damit sie die mit der Coronakrise hinzukommenden Aufgaben nicht alleine bewältigen müssen und in Dietzenbach eine erhöhte Präsenz zeigen können, haben die Ordnungshüter Hilfe durch städtische Mitarbeiter erhalten. Diese kommen aus den Bereichen Finanzen, Kultur, Immobilien und den Städtischen Betrieben. „Insgesamt sind es jetzt rund 25 Männer und Frauen, die in der Stadt unterwegs sind“, sagt Bürgermeister Jürgen Rogg.

Dabei gebe es auch vonseiten der Landespolizei seit November personelle Verstärkung. „Zwei neue Helfer haben im freiwilligen Polizeidienst begonnen“, teilt Markus Hockling, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, mit.

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Die Entscheidung, zusätzliches Personal einzusetzen, sei unter anderem den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown geschuldet, wie es aus dem Fachbereich weiter heißt. „Dank der Kräfte, die unser Team ergänzen, verschaffen wir der Stadtpolizei den nötigen Raum, um andere wichtige Aufgaben zu erledigen, wie beispielsweise die Nachverfolgung von Infizierten und natürlich die regulären Ordnungsaufgaben“, erklärt Hockling.

Bevor sie im Außendienst in Aktion treten konnten, mussten die neuen Unterstützer eine interne Weiterbildung durchlaufen. Einige Teilnehmer hatten indes bereits zuvor Erfahrungen im Ordnungsbereich gesammelt. Über ihre Kenntnisse in der Ansprache Betroffener hinaus seien die Mitarbeiter während eines Einsatzes immer per Funk mit der Stadtpolizei in Verbindung. „Grundsätzlich haben wir eine enge Abstimmung und Absprache, sodass niemand allein gelassen wird.“ Gab es doch vor einigen Wochen auch in der Kreisstadt Vorfälle, bei denen Angesprochene bei Kontrollen aggressiv reagiert hatten (wir berichteten). So hatte ein Passant sogar gegenüber einer Ordnungsamtsmitarbeiterin Morddrohungen ausgesprochen, als diese ihn mehrfach dazu aufforderte, eine Maske zu tragen.

Indes seien seit dem Einsatz der fachfremden Mitarbeiter solcherlei Vorfälle nicht mehr vorgekommen. „Die Rückmeldungen sind sehr positiv“, resümiert die Ordnungsbehörde. Die meisten Menschen seien dankbar für die größere Präsenz und im Dialog – denn dieser sei die Hauptaufgabe der Unterstützer – funktioniere es gut. Darüber hinaus verteilt das zur Verstärkung eingesetzte Personal auch Flyer und Plakate zu den Corona-Maßnahmen, die man in der Stadt gerne annehme.

Neben der Kontrolle der Einhaltung der Maskenpflicht, etwa in Geschäften, an den S-Bahnhöfen und Bushaltestellen, überprüfen die Aushilfskräfte auch, ob sich Restaurants und Spielotheken an die verordnete Schließung halten und keine illegalen Treffpunkte geschaffen werden. Sie begleiten zudem die Stadtbusse. Dabei sei festzustellen, dass sich die überwiegende Mehrheit der Dietzenbacher an die Hygienemaßnahmen halte. Dennoch würden Verstöße gegen die Maskenpflicht, das Alkoholverbot und andere Regeln erkannt und geahndet. Insbesondere beim Außer-Haus-Verkauf der Gastronomie komme es wiederholt zu Missachtungen der Regeln, weil Kunden die Ware direkt vor Ort verzehren wollen. Bürgermeister Jürgen Rogg sagt: „Das ist nicht immer böse Absicht, sondern häufig eher Unwissenheit, wofür ich bei der sehr dynamischen Lage der Einschränkungen durchaus Verständnis habe.“ Allerdings ende das Verständnis, wenn die Abstandsregelungen missachtet werden.

Wie lange die Mitarbeiter aus den anderen Fachbereichen im Ordnungsamt eingesetzt werden, steht derzeit aufgrund der beweglichen Lage noch nicht fest. „Solange es notwendig und organisatorisch möglich ist“, heißt es. Allerdings soll die Stadtpolizei auch langfristig zusätzliche Unterstützung erhalten. So befinden sich derzeit drei neue, zunächst befristete Vollzeitstellen für den uniformierten Außendienst im Bewerbungsverfahren.

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