Künstlerkreis zeigt in seiner Jahresausstellung eine große Bandbreite an Werken „Umweltschutz und Klimawandel“ im Mittelpunkt

Gleich am Einhgang des Rathause fällt Arno Müllers Installation „…wird schon schiefgehen“ auf: Auch Ehrenbürgermeister Jürgen Heyer (rechts) betrachtete bei der Vernissage das kritische Werk interessiert. Foto: Wittekopf

Dietzenbach (bw) – Der Dietzenbacher Künstlerkreis hat seine Jahresausstellung im Rathaus am Europaplatz am Freitag mit einer Vernissage eröffnet. Der Kreis, der sich vor 36 Jahren gegründet hat, besteht aktuell aus den sieben ortsansässigen Künstlern Dorita Jung, Friederike Mühleck, Arno Müller, Wolfgang Mündl, Wilfried Nürnberger, Elisabeth Schuler und Karl-Heinz Wagner.

Zahlreiche Freunde und Kunstkenner hatten sich im Foyer eingefunden, um die Arbeiten zu sehen. Erster Stadtrat Dieter Lang begrüßte die Gäste. Er stellte jeden Künstler vor und vermittelet anhand ausgewählter Arbeiten einen ersten Einblick in die Schau. Dieses Jahr haben die Kunstschaffenden das Thema „Umweltschutz  und Klimawandel“ in den Mittelpunkt gestellt. Die künstlerische Bandbreite ist groß und umfasst Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Fotografien. Gleich am Eingang fällt die umweltkritische Installation von Arno Müller auf. Eine große Erdkugel hängt an einem Galgen und schwebt über einem mit Plastikmüll gefüllten Eimer. Der Balken selbst ist mit Dollarnoten und Umweltstatistiken beklebt. „…wird schon schiefgehen“ nennt der Künstler sein Werk. „Die aktuelle Lage der Welt ist sehr bedrohlich“, findet Müller.

Wolfgang Mündl ist für seine gesellschaftskritischen Skulpturen bekannt. Eines seiner Werke zeigt eine bunte Vogelformation: „Fluggeschwader Vogelgrippe“ nennt er sein Werk. „Ich musste beim Anblick der Vögel, die da kreuz und quer fliegen, an unsere Bundeswehr denken“, erzählt er einem interessierten Gast.

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Einen einzigartigen Blickwinkel in die Natur gewährt Friederike Mühleck dem Betrachter.

Ihre Fotografien zeigen die Komplexität und das Zusammenspiel zwischen den Gewalten. „Symbiose der Natur“ nennt sie eine Arbeit, die im Erdgeschoss hängt. Das Bild ist im Regenwald von Singapur aufgenommen worden. Ihre Bilder strahlen eine große Ruhe aus und sollen den Betrachter ein Stück aus dem Alltag reißen. Auch Elisabeth Schuler beschäftigt sich mit der Natur in all ihren Facetten. Sie sieht mehr als nur den Baum oder den Strauch und bezeichnet ihre Arbeiten als „Formenspiel und ausgefeilte Technik, gemixt mit unorthodoxen Malmittel, die in abstrakt- und biomorphe Bilderzyklen münden“. Eines ihrer Kunstwerke, das im Rathaus ausgestellt ist, trägt den Titel „Erinnerung“.

Dorita Jung hingegen liebt Stillleben. In ihrem „Kartoffelbild“ hat sie einen Zinkeimer eingearbeitet. „Den Eimer habe ich schon lange und wollte ihn in ein Bild einarbeiten“, erzählt sie. Eine Besucherin steht vor dem Bild und meint sie: „Ich sehe Gesichter in jeder Kartoffel.“ Und tatsächlich: Bei näherer Betrachtung sind Gesichter alter und junger Menschen und sogar von Babys zu entdecken.

Eine große Auswahl an Kreide-, Kohle- und Aquarellzeichnungen, die bei einem Besuch in Würzburg entstanden sind, stellt Winfried Nürnberger aus. Mehr als 20 Werke hat der Künstler auf seiner einwöchigen Gruppenreise in der fränkischen Weinstadt am Main geschaffen. Gründungsmitglied Karl-Heinz Wagner kann an der Vernissage leider nicht teilnehmen. Doch auch dieses Jahr ist wieder eine Auswahl seiner berühmten Öl- und Acrylbilder zu sehen.

Die Jahresausstellung des Künstlerkreises kann während der regulären Öffnungszeiten noch zum bis zum 10. Januar im Rathaus am Europaplatz 1 besichtigt werden.

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