Kreativabend der Eingangsstufe am Friedrich-Ebert-Gymnasium Darstellende Kunst hilft Schülern auch beim Selbstbewusstsein

Die Schüler verdeutlichen im Darstellenden Spiel, dass ihnen bereits in ihrem Alter alles zu viel wird. Und sie zeigen auch, dass unter dem Druck Aggressionen entstehen. Foto: m

Mühlheim (m) – Angenehme Eindrücke trotz düsterer Aussichten: Im Friedrich-Ebert-Gymnasium haben sie trotz allen Zeit- und Leistungsdrucks den Wert der Musen erkannt und pflegen auch die kreativen Talente der Schüler. Das ist in Zeiten, in denen alles „höher, schneller, weiter“ laufen muss, ein hoffnungsvolles Zeichen. Und selbst die Jüngsten wissen die Bühne zu nutzen, um wichtige, persönliche Aussagen zu treffen.

„Besetzt“ fühlen sie sich schon in der Eingangsstufe, verdeutlichte die Arbeitsgemeinschaft Darstellendes Spiel der Klassen fünf und sechs. Regeln, Vorschriften, aber auch gut gemeinte Ratschläge und Terminstress plagen die Mädchen. Kino wäre schöner. Oder ein Besuch im Fitnessstudio oder beim Frisör. Die Künstlerinnen demonstrierten, wie zu viel Druck zu Aggression führt, Entspannung zu Freude und gemeinsamen Erlebnissen.

Lehrerin Sabine Vehlhaber gelang es mit der Gruppe, die Aussagen der Szenen mit einer Reduzierung auf die notwendigste Ausstattung zu betonen. Die Darstellerinnen trugen einfarbig schwarze Sportkleidung, als Requisiten genügten weiße Sitzwürfel vor der schwarzen Bühneneinfassung. Allein Proben und Vorbereitung des Auftritts stärkten die Schülerinnen, das Fach scheint zu nutzen, um kräftig Selbstvertrauen zu tanken – für ihre Zukunft unverzichtbar.

Düsterer ist die Erkenntnis, das Menschen andere Menschen versuchen, in „Schubladen“ einzuordnen. Der Wahlkurs der achten Klassen spielte „Die Bestimmung“ in Anlehnung an den gleichnamigen Jugendroman. Entsprechend ihrer Fähigkeiten werden alle Mitglieder einer Gesellschaft in eine von fünf Gruppen eingeteilt. Was aber geschieht, wenn der notwendige Test kein eindeutiges Ergebnis bringt? „Ich kann tanzen, ich bin frei“, lautet eine Erkenntnis. Vielleicht ist es ja auch bereichernd, wenn nicht jeder in eine „Schublade“ eingeteilt wird.

Auch die Mädchen und einige wenige Jungen der Gruppe um Julia Ewald spielten ihre Rollen mit viel Empathie und Überzeugung, stimmten Inhalte mit Musik und Licht ab und integrierten so weitere Begabungen. Die Instrumental-AG und der FEG-Chor der Klassen sieben und acht von Barbara Ohlig und Philipp Botten frönten der leichteren Muse, interpretierten Oldies wie „Oh, When The Saints“, „Memphis Tennessee“ und „The Beauty And The Biest“, den Titanic-Titel „My Heart Will Go On“ und die Abba-Hymne „The Winner Takes It All“. Der Wahlunterricht Chor für die Neuntklässler intonierte „California Dreaming“, der Große Chor sang „Let It Go“ und „Un poquito cantas“.

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